Satzung der
"GILDE DER DRACHENREITER E.V."
Verein für Live-Rollenspiel und erlebte Geschichte
Fassung vom 9. Juli 1993
- Name, Sitz, Geschäftsjahr
- Der Verein führt den Namen "Gilde der Drachenreiter" e.V.
Verein für Live-Rollenspiel & und erlebte Geschichte.
- Der Verein hat seinen Sitz in Darmstadt.
- Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
- Der Verein soll beim Amtsgericht in Darmstadt eingetragen werden.
- Zweck und Aufgaben des Vereins
- Zweck des Vereins sind sowohl die Förderung und Unterstützung der
Beschäftigung mit dem Live-Rollenspiel, als auch die Verbreitung von
Kenntnis und Verständnis des Mittelalters als Ursprung der
europäischen Kultur.
- Die Aufgaben der "Gilde der Drachenreiter" sind:
- Die Idee des Live-Rollenspieles in Hessen zu verbreiten.
Dies geschieht durch die Organisation und Unterstützung von
Live-Rollenspielveranstaltungen und Ausstellungen.
- Die Herstellung und Pflege der Kontakte und Verbindungen zur
internationalen Rollenspielgemeinschaft. Diese Tätigkeit erfolgt
im Sinne des internationalen Kulturaustausches und der
Völkerverständigung.
- Die Darstellung und Verbreitung der Beschäftigung mit dem
Live-Rollenspiel in seiner Vielfalt, d.h. auf die künstlerischen,
historischen und sozialen Aspekte hinzuweisen. Dieses geschieht
insbesondere durch gezielte Aktivitäten, wie Vorträge, Seminare und
Workshops und insbesondere durch eine Vereinszeitung.
- Die Unterstützung aller Aktivitäten, die persönlichen und sozialen
Kontakten der Rollenspieler dienen (hier insbesondere im Bereich
der Familie sowie zwischen Jung und Alt).
- Die Zusammenarbeit mit allen Vereinen, Institutionen und
Gesellschaften, die den Zielen der "Gilde der Drachenreiter"
dienlich sind.
- Der Verein ist parteipolitisch neutral.
- Gemeinnützigkeit
- Die "Gilde der Drachenreiter" verfolgt ausschließlich und
unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes
"Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
Der konkrete Zweck des Vereins ist in Paragraph 2 niedergelegt.
- Die "Gilde der Drachenreiter" ist selbstlos tätig, sie verfolgt
keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.
- Die Mittel der "Gilde der Drachenreiter" dürfen nur für
satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten
keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
- Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd
sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt
werden.
- Bei der Auflösung der "Gilde der Drachenreiter" oder bei Wegfall
seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen an die Station Peiper
der Kinderklinik des Klinikums der Justus Liebig-Universität in
Giessen, die es ausschliesslich für gemeinnützige Zwecke verwenden
darf.
- Rechtsgrundlagen
Die Satzung, sowie die Beschlüsse der satzungsmäßigen Organe des Vereins
sind für alle Mitglieder bindend. Rechtsgrundlage ist die Satzung.
- Mitgliedschaft
- Mitglied in der "Gilde der Drachenreiter" kann jede natürliche und
juristische Person werden, die die Satzung anerkennt.
- Der Verein besteht aus ordentlichen passiven und aktiven Mitgliedern
und aus Ehrenmitgliedern.
- Natürliche Personen, die sich in besonderem Maße Verdienste um den
Verein erworben haben, können durch Beschluß der Mitglieder-
versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ehrenmitglieder
haben die Rechte der ordentlichen Mitglieder.
- Für die Mitgliedschaft Jugendlicher, die das 18. Lebensjahr noch
nicht vollendet haben, bedarf es der vorherigen Zustimmung des
Erziehungsberechtigten.
- Die Anschrift der Mitglieder (einzeln und als Mitgliederliste)
dürfen im Sinne des Datenschutzes nur nach erfolgter Genehmigung des
Mitgliedes (durch entsprechenden Vermerk auf dem Aufnahmeblatt) an
andere Mitglieder, und nur an solche zu ausschließlich den
Vereinszielen dienenden Zwecken weitergegeben werden.
- Rechte und Pflichten der Mitglieder
- Alle Mitglieder ab dem vollendeten 16. Lebensjahr besitzen Rede- und
Antragsrecht, sowie das aktive und passive Stimmrecht auf den
Mitgliederversammlungen. juristische Personen besitzen nur eine
Stimme und nur das aktive Stimmrecht.
- Alle Mitglieder ab dem vollendeten 16. Lebensjahr haben das Recht,
Anträege an den Vorstand zu stellen.
- Jedes Mitglied hat das Recht, bei jeglichem Schriftverkehr nach
seinem Namen den Zusatz "Mitglied in der Gilde der Drachenreiter" zu
führen.
- Die mit einem Ehrenamt betrauten Mitglieder haben nur
Ersatzansprüche tatsächlich entstandener Auslagen.
- Die Mitglieder des Vereins sind verpflichtet:
- Die Ziele des Vereins nach besten Kräften zu fördern.
- Das Vereinseigentum schonend und fürsorglich zu behandeln.
- Den Mitgliedsbeitrag im voraus zu bezahlen.
- Beginn und Ende der Mitgliedschaft
- Die Aufnahme als Vereinsmitglied erfolgt nach schriftlichem Antrag
an die Vereinsanschrift und Überweisung des Mitgliedsbeitrags auf
eines der Vereinskonten. Der Eintritt ist ganzjährig möglich, die
Mitgliedschaft beginnt am ersten des Folgemonats nach
Zahlungseingang. der Gesamtvorstand kann aus triftigen Gruenden einen
Antrag ablehnen. Dieses bedarf der Schriftform.
- Gegen die Ablehnung des Aufnahmeantrages kann der Bewerber bei der
Mitgliederversammlung Einspruch erheben. Deren Entscheidung ist
endgültig.
- Die Mitgliedschaft endet
- durch Tod,
- durch schriftliche Austrittserklärung,
- wenn das Vereinsmitglied trotz erfolgter Mahnung den fälligen
Beitrag nicht bezahlt.
- durch Ausschluß.
- Die Austrittserklärung hat zum Ende des Kalenderjahres schriftlich
an die Vereinsadresse zu erfolgen. Hierbei ist eine 6-wöchige
Kündigungsfrist einzuhalten.
- Der Ausschluß erfolgt
- Bei groben oder wiederholtem Verstoß gegen die Satzung oder die
Interessen des Vereins.
- Wegen groben unsportlichen, oder unkameradschaftlichen Verhaltens.
- Über den Ausschluß, der mit sofortiger Wirkung erfolgt, entscheidet
zunächst der Vorstand mit absoluter Stimmenmehrheit. Vor Entscheidung
des Vorstandes ist dem Mitglied unter Setzung einer Frist von
mindestens zwei Wochen Gelegenheit zu geben, sich zu den erhobenen
Vorwürfen zu äußern. Die Frist beginnt mit dem Datum der Zustellung
der Suspendierungserklärung. Der Ausschließungsbeschluß ist
dem Mitglied unter eingehender Darlegung der Gründe durch
eingeschriebenen Brief mit Rückschein bekanntzugeben.
- Gegen diesen Beschluß ist die Berufung zur Mitgliederversammlung
statthaft. Die Berufung muß innerhalb einer Frist von einem Monat
nach Zugang des Ausschließungsbeschlusses beim Vorstand schriftlich
eingelegt werden. In der Mitgliederversammlung ist dem suspendierten
Mitglied Gelegenheit zur persöenlichen Rechtfertigung zu geben.
- Wird der Ausschließungsbeschluß von dem suspendierten Mitglied nicht
oder nicht rechtzeitig angefochten, so kann auch gerichtlich nicht
mehr geltend gemacht werden, der Ausschluß sei unrechtmäßig.
- Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprueche aus dem
Mitgliederverhältnis, unbeschadet des Anspruches des Vereins auf
rückständige Beitragsforderungen. Eine Rückgewähr von Beiträgen,
Sacheinlagen oder Spenden ist ausgeschlossen.
- Beiträge
- Die Mitgliedsbeiträge werden vom Vorstand vorgeschlagen und von der
Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit bestätigt.
- Mitgliedsbeiträge sind für 12 Monate (1 Jahr) im voraus zu bezahlen.
Bei fortgesetzter Mitgliedschaft ist mit Beginn des Geschäftsjahres
der Beitrag fällig. (Ausnahmefälle regelt Abs. 4)
- Ehrenmitglieder sind von der Beitragszahlung befreit.
- Der Vorstand hat das Recht, ausnahmsweise bei Bedürftigkeit die
Mitgliedsbeiträge ganz oder teilweise zu erlassen, sie zu stunden
oder Ratenzahlung zu bewilligen. Hierzu ist der Vorstand der Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig.
- Organe des Vereins
- Präsidium / Vorstand
- Mitgliederversammlung
- Präsidium / Vorstand
Das Präsidium / der Vorstand besteht aus:
- Präsident
- Vizepräsident / Geschäftsführer
- Schatzmeister
- Protokollführer
- Zuständigkeit des Vorstandes
- Der Geschäftsführende Vorstand, d.h.:
- Präsident
- Vizepräsident / Geschäftsführer
- Schatzmeister
- Protokollführer
sind der Vorstand im Sinne des Paragraph 26 BGB.
Je zwei von ihnen vertreten den Vorstand gemeinsam.
- Der Gesamtvorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins und
ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig. Er ist der
Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig.
- Der Gesamtvorstand wird für eine Dauer von zwei Jahren gewählt.
Eine Wiederwahl ist möglich.
- der Gesamtvorstand hat folgende Aufgaben:
- Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung.
- Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.
- Beschlußfassung über Aufnahme und Ausschluß von Mitgliedern.
- Der Schatzmeister verwaltet die Vereinskasse und führt Buch über
Einnahmen und Ausgaben. Zahlungsanweisungen bedürfen der
Unterschrift des Schatzmeisters und eines weiteren Mitglieds des
geschäftsführenden Vorstandes.
- Der Gesamtvorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen,
die vom Präsidenten und bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten
einberufen werden. Der Gesamtvorstand ist beschlußfähig, wenn
mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind.
Bei Beschlußunfaehigkeit muß der Präsident bzw. der Vizepräsident
binnen zwei Wochen eine 2. Sitzung mit derselben Tagesordnung
einberufen. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen
Vorstandsmitglieder beschlußfähig. In der Einladung zu der 2.
Versammlung ist auf diese besondere Beschlußfähigkeit hinzuweisen.
Der Gesamtvorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der
abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme
des Sitzungsleiters.
- Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes haben die übrigen
Vorstandsmitglieder das Recht, eine Ersatzperson bis zur nächsten
Mitgliederversammlung zu bestimmen.
- Mitgliederversammlung
- Die Mitgliederversammlung ist oberstes Organ der "Gilde der
Drachenreiter". Sie tritt mindestens einmal jährlich zusammen und
ist beschlußfähig, wenn ordnungsgemäß zu ihr eingeladen wurde.
- Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt mindestens vier
Wochen vorher durch Bekanntgabe in der Vereinszeitung.
- Ergänzungen zur Tagesordnung durch die Mitgliederversammlung sind
möglich mit Ausnahme von Satzungs- oder Programmänderungen oder
Vorstandswahlen.
Anträge zur Tagesordnung sind zu Beginn der Mitgliederversammlung
zu stellen.
- Der Gesamtvorstand kann auch jederzeit eine außerordentliche
Mitgliederversammlung einberufen. Hierzu ist er Verpflichtet,
wenn 20% der Mitglieder dieses unter Angabe der Gründe schriftlich
verlangen. In diesem Fall sind die Mitglieder unter Bekanntgabe der
Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von mindesten vier Wochen
einzuladen.
- Die in der Mitgliederversammlung gefassten Beschlüsse sind schriftlich
niederzulegen und von dem Versammlungsleiter und dem Protokollfuehrer
zu unterzeichnen. Sie sind den Mitgliedern mitzuteilen.
- Zuständigkeit der Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung ist insbesondere für folgende Aufgaben
zuständig:
- Wahl und Abwahl des Vorstandes.
- Wahl der Kassenprüfer.
- Festsetzung des Mitgliedsbeitrages.
- Die Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichtes des Vorstandes,
des Prüfungsberichtes der Kassenprüfer.
- Genehmigung des Haushaltsplanes.
- Bestimmung der Richtlinien für die Arbeit des Vereins auf Grundlage
von Satzung und Programm.
- Beschlußfassung über Änderungen von Programm und Satzung.
- Ernennung von Ehrenmitgliedern.
- Beschlußfassung über die vom Gesamtvorstand unterbreiteten Aufgaben
sowie die nach der Satzung übertragenen Angelegenheiten.
- Beschlußfassung über die Auflösung des Vereins.
- Beschlußfassung der Mitgliederversammlung
- Den Vorsitz der Mitgliederversammlung führt der Präsident bzw.
in seiner Abwesenheit der Vizepraesident.
- Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher
Stimmenmehrheit der erschienen Mitglieder.
- Die Beschlußfassung erfolgt durch offene Abstimmung, soweit nicht
gesetzliche Bestimmungen oder die Satzung dem Entgegenstehen.
- Jede Abstimmung erfolgt geheim, wenn ein Mitglied darauf anträgt.
- Satzungs- und Programmänderungen bedürfen einer 3/4-Stimmenmehrheit
der erschienen Mitglieder und können nur beschlossen werden, wenn
die zu ändernden Paragraphen der Satzung in der Einladung
bekanntgegeben worden sind.
- Änderungen des Vereinszwecks bedürfen der Zustimmung aller
Mitglieder.
- Protokolle
- Über Versammlungen sind Protokolle zu führen.
- Ein Vorstandsmitglied und der gewählte Protokollführer haben die
Protokolle zu Unterzeichnen.
- Kassenprüfung und Kassenführung
- Die "Gilde der Drachenreiter" führt eine eigene Kasse. Die
Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von zwei Jahren zwei
Kassenprüfer. Sie haben nach Ablauf des Geschäftsjahres anhand der
Bücher die Kassenführung rechnerisch und sachlich zu prüfen und
über das Ergebnis der Prüfung der Mitgliederversammlung zu
berichten. Bei berechtigten Zweifeln sind Zwischenprüfungen
zulässig. Die Kassenprüfer dürfen dem Gesamtvorstand nicht
angehören.
- Auflösung
- Die Auflösung erfolgt durch Beschluß der Mitgliederversammlung,
wobei 3/4 der abgegebenen Stimmen für die Auflösung stimmen müssen.
- Die Mitgliederversammlung ernennt zur Abwicklung der Geschäfte drei
Liquidatoren.
- Das Vermögen des aufgelösten Vereins wird gemäß Paragraph 3 Abs. 5
behandelt.
Gegeben zu Darmstadt den 9. Juli 1993
Gilde der Drachenreiter e.V. -
Verein für Live-Rollenspiel & erlebte Geschichte
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