Ausgabe 12

– Ausgabe 12 –

im 12. Monat des Jahres 3 nach Viviane

Allerland rief und Galladoorn kam -Entscheidung am Alfelder Pass

Nur allzu bekannt schien die Kunde, die aus dem benachbarten Allerland ans Ohr ihrer liebreizenden Majestät Viviane drang: Weite Teile von Allerlands Süden in den Händen eines Verräters, seit einigen Jahren schon, und nun endlich die rechte Zeit, diese Schmach auszumerzen und den Verräter seiner gerechten Strafe zuzuführen. Seine Majestät Helmbrecht von den Wölfischen Marken, König des Allerlandes rief seine Lehnsnehmer und alle Freunde des Allerlandes zu den Waffen. Ihre Majestät Viviane bewies wieder einmal ihr viel gepriesenes diplomatisches Geschick, als sie die Entsendung Huberts von Sternenschlucht, im Ausland gern gesehen und als Ritter des Reiches Galladoorn wohlbekannt mit der Entsendung des jungen Leomar von Falkenberg koppelte, der, obwohl jung an Jahren, allein dieses Jahr schon zum dritten Mal in diplomatischer Mission ins Ausland reiste (im Frühjahr dieses Jahres ins Lande Heligonia, dann als Anführer der Gesandtschaft nach Gleystoke, der Anzeiger berichtete). Eingeweihte meinen gar, der aufstrebende junge Ritter strebe eine ähnlich wichtige Rolle in der Diplomatie des Reiches an, wie sie seinem großen Vorbild Hubert von Sternenschlucht schon lange zukommt. Aber das sind Spekulationen, und als solche sollen sie im Anzeiger keine weitere Erwähnung finden. Doch nicht nur Galadoorn schickte seine Streiter, auch aus Friedland, Frankonien und Kirson eilten die Ritter herbei, um mit den Lehnstreuen des Königs in die Schlacht gegen den Verräter Wolfhardt von Trutzeck zu ziehen. Welch einen erhebenden Anblick boten die bunten Wimpel, als sie im goldenen Schein der Herbstsonne über den blinkenden Rüstungen flatterten. Vielfach umjubelt zog man aus gen Süden, zu den besetzten Gebieten. Doch jeder Reisetag schien mehr auf das Gemüt der Herren zu schlagen, und die Hochrufe verklangen, je näher man den Grenzen kam.
Das Land selbst schien kraftlos, die Farben wie ausgewaschen, und auch der goldene Schein der Sonne schien mehr und mehr zu verblassen. Ein Schachzug des Feindes, dämonische Kräfte oder verderbte Magie, Versuche der Erklärung gab es viele, allein die Wurzel des Übels blieb fürs Erste verborgen. Nach einigen Reisetagen traf man endlich auf einen Spähtrupp des Feindes, der dank des geordneten Vorgehens der versammelten Ritter ohne größeren Zeitverlust aufgerieben werden konnte. Im Wissen, dass das Hauptheer nicht fern sein könne, beschloss man, hier Lager zu beziehen, um den Trutzeck zur offenen Feldschlacht zu zwingen. Die Übergriffe örtlicher Räuberbanden, die sich die chaotische Situation in den Grenzgebieten zu Nutze gemacht hatten, sorgten für die eine oder andere Unterbrechung des Nachtschlafs. Als jedoch Galladoorn die Nachtwache übernahm, konnten die umherstreifenden Halsabschneider in kürzester Zeit festgesetzt oder erschlagen werden. Vor allem ein Knecht aus dem Gefolge des Herrn Hubert zeichnete sich durch besonderes Geschick im Erspähen der verborgenen Halunken aus, so dass der Herr von Sternenschlucht verfügte, er solle in Zukunft „Ludwig Adlerauge“ gerufen werden. Das Warten, das die nächsten Stunden bestimmte, ist wohl jedem, der bereits einmal an einem solchen Kriegszug teilgenommen hat, zur Genüge bekannt. Die Herren aus Galladoorn nutzten die Zeit, ihre Knappen, unter denen sich, wie an dieser Stelle erwähnt werden soll, auch der junge Timotheus von Tron befand, den man wie stets treu ergeben an der Seite seines Herrn antraf, noch einmal in taktischen Winkelzügen der vergangenen großen Schlachten zu unterweisen. Denn der geneigte Leser möge beachten, wer das Vorgehen der großen Feldherren der Vergangenheit kennt, kennt auch viel von der Schlacht, die noch zu schlagen ist. Spät in der Nacht dann erreichte die Kunde das Lager, das Heer des Trutzeck befinde sich nicht mehr weit entfernt, und so versammelten sich die Tapferen unter dem Banner Allerlands, geschmückt vom Stern von Schwarzenau, einem Artefakt aus allerländischen Legenden, das erst vor Kurzem geborgen worden war.
Die Legenden besagen, dass noch keine Schlacht, die unter dem Stern geschlagen wurde, verloren ging, und so erwachte die Zuversicht erneut in den Herzen der Männer. Galladoorn hatte Befehl, unter dem Kommando des Herrn Hubert die linke Flanke zu bilden, die rechte hielt der Herr Vassil de Vargas aus Kirson. In der Mitte unter dem Banner versammelten sich die Recken Allerlands, angeführt von Sir Roderick of Warwick und seiner Gemeinschaft der Schwertbrüder. Hin und her wogte die Schlacht, bis sich aus den Reihen der Getreuen eine einzelne Gestalt löste, die zwischen die Heere trat und den Trutzeck zum Zweikampf forderte. Der Herr Baldur von Hohendorn war es, der dort rief, von lodernder Wut auf den Verräter getrieben. Beide Seiten standen stumm, als die Kontrahenten aufeinander zu schritten. Hart traf Stahl auf Stahl, krachte Schild an Schild, und keiner schien bereit, auch nur einen Fußbreit Boden zurückzuweichen. Doch so oft der tapfere Herr von Hohendorn auch seine Axt im Fleisch des Gegners versenkte, dieser schien die Schmerzen nicht zu spüren, ja von jeder Wunde nur noch stärker zu werden, und so sank der edle Ritter aus Kronenburg schließlich zusammen, die Rüstung glänzend vom eigenen Blut. Der Anzeiger freut sich jedoch berichten zu dürfen, dass der Herr Baldur seinen Verwundungen nicht erlegen ist, sondern bald wieder auf der Höhe seiner Kräfte sein dürfte. Die Schlacht jedoch ging weiter, und obwohl es lange Zeit schien, als würde das Heer des Verräters die Oberhand behalten, waren es am Ende die Streiter unter dem allerländischen Banner, die den Sieg davontrugen, und ihr Vivat hallte weit über die nächtlichen Hügel. Das Schwert jedoch, das das Herzblut des Verräters in der Schlacht vergoss, wurde zurückgetragen nach Galladoorn, denn auch in unserer geliebten Heimat gibt es noch Land, das Verrätern anheimgefallen ist, und in nicht allzu ferner Zeit soll ihr Blut über galladoornsche Klingen rinnen, wenn wir ausziehen, die Heimat wieder zu vereinen. [ah]

Großes Beratungtreffen der Gemeinschaft des Drachen

Am sechsten Tage dieses Monats trafen sich angesehen Vertreter der Gemeinschaft des Drachen unter Leitung von Eorim, Prior des Klosters Drachenfels. Sie berieten über Fragen des Glaubens und den Kampf gegen die Dunklen Heerscharen Erbnachts. Ein ausführlicher Bericht über den Verlauf und die Ergebnisse dieses Gespräches wird im nächsten Anzeiger folgen. [sim]

Ritterrat verhandelte über Leomar von Falkenberg

Nachdem vor einigen Tagen bereits der Ritter Leomar von Falkenberg aus der Kronmark ohne nähere Angabe von Gründen durch die Krone festgenommen wurde, tagte nun endlich der Ritterrat am vergangenen Sonntag, um über seinen Fall zu beraten.
Widersprüchliche Meldungen über merkwürdiges und unstandesgemäßes Verhalten des Ritters machten in den letzten Wochen und Monaten immer wieder die Runde. Nun scheint es, dass tatsächlich etwas vorgefallen ist, was für die Königin und die Ritterschaft nicht tragbar ist. So also berieten die Ritter über die Vorwürfe und weitere Vorgehensweise im Falle des Herren von Falkenberg. Eine nicht näher definierte Droge hat sich offenbar seiner bemächtigt. Daher beschloss man, ihn bis zu seiner endgültigen Heilung in die Hände des Priors von Drachenfels zu geben. Bis auf weiters wurden ihm die Insignien der Ritterschaft entzogen und er selbst wurde unter bewaffnetem Geleit nach Drachenfels verbracht. [re]

Nachwuchs im Hause Zwingern

Eine freudige Kunde gibt es bereits seit einigen Monden aus der Kronmark zu vermelden und endlich darf es auch verkündet werden. Elisa von Zwingern, geb. von Wildenstein, Gattin des Atrion Neritias von Zwingern und wohnhaft am Hofe ihrer königlichen Majestät Viviane in Königsstolz, erwartet den langersehnten Thronfolger für das Fürstengeschlecht derer von Zwingern. Bislang verlief die Schwangerschaft komplikationslos, Elisa konnte sogar ihre Ausbildung an der Akademie der arkanen Künste fortführen. Daher besteht berechtigter Grund zur Hoffnung auf eine leichte Geburt und ein gesundes und kräftiges Kind. Die Niederkunft steht bereits in wenigen Wochen bevor. Da die Thronfolge Atrion von Zwingern auslässt, wird sein Kind an erster Stelle stehen und eines Tages Fürst oder Fürstin von Zwingern werden. [sim]

Lichterfest beim Goldenen Banner

In diesem Jahr verbrachte der Anzeiger die dunkelste Nacht des Jahres mit einem großartigen Lichterfest im Stadthaus in Oberschnellau. Das goldene Banner der Landsknechte hieß alle Gäste und Durchreisende herzlich willkommen und bereitete durch traditionelle Spiele und natürlich die Krönung einer Lichterkönigin einen abwechslungsreichen Abend. [sim]

Vorgehen gegen Wilddiebe

Ein schärferes Vorgehen der Krone gegen Wilddiebereien wurde dieser Tage durch den Hof ihrer königlichen Majestät Viviane von Eichenhain angekündigt. In den letzten Wochen kam es immer wieder zu Funden von verwesenden Tierkadavern – darunter auch trächtige Rotwild-Kühe und Jungtiere. Eine solche Wilderei wird in Zukunft mit aller Härte geahndet werden, so der Herold ihrer Majestät. [sim/kv]

Sie leben hoch !Die Krone Galladoorns tut voller Freude kund um zu wissen, dass sich endlich der langersehnte Nachwuchs für das Hause Zwingern angekündigt hat. Elisa von Zwingern befindet sich bereits im letzten Monde vor ihrer Niederkunft.

So wünscht die Krone

Elisa von Zwingern und ihrem Kinde

Glück und Gesundheit.

Möge der Große Drache alle Zeit über sie wachen!

Für die Krone
Gavin Arderich von Starken

Tief betrübt geben wir bekannt, dass der letzte Patriarch unserer GemeinschaftChristian Taramon von Erbnacht

zum Großen Drachen heimgekehrt ist.

Wofür er lebte, dafür leben wir.
Liebe, Mut und Wahrheit.

Möge der Große Drache ihm gnädig sein.

Für die Gemeinschaft des Drachen
Eorim, Prior des Klosters von Drachenfels

Es ist vollbracht – Er ist heimgekehrt.Ein großes und langes Leben auf dieser Erde ist zu Ende gegangen.Christian Taramon von Erbnacht
Patriarch der Wahrheit der Gemeinschaft des Drachenist in den ersten Tagen des zwölften Monats von uns gegangen.
Wir schulden ihm tiefen Dank für all das Große, das er für unser Land vollbracht hat.

Möge er nunmehr an der Seite des Großen Drachen weilen.

Im Namen ihrer königlichen Majestät Viviane von Eichenhain
Gavin Arderich von Starken

Aus den Provinzen

Zwingern: Auch nachdem das kleine Findelkind nun schon einige Wochen bei Freifrau Mina Louise lebt, konnte nichts näheres über seine Herkunft in Erfahrung gebracht werden.
Rabenmund: Fürst Kolon von Rabenmund kommandiert derzeit persönlich die Heerscharen an der Grenze zu Erbnacht. Unter seiner umsichtigen Führung konnten in den letzten Wochen zwei Einheiten erbnachtscher Besatzungstruppen aufgerieben werden.
Leutern: Im Süden der Provinz hat der Ritter von Falkenstein mit den Vorbereitungen des Winterlagers für die Heeresgruppen und das Kriegsvolk aus den umliegenden Reichen begonnen. Über einhundert Söldner sind bereits in Leutern eingetroffen und unterstützen ihn hierbei.
Tron: Der Baron von Tron befindet sich noch immer im Norden der Provinz. Dort schlägt er Horde um Horde der aufständigen Orks nieder. Nach wie vor ist seine Burg unbewohnbar.
Waldbrunn: Der Kronvogt von Waldbrunn, Jergan Pfadwächter, ernennt zum neuen Bibliothekar von Waldbrunn Alonso von Quellsprung. Dieser zeigte sich hocherfreut ob des neuen Amtes und versprach, seinen Aufgaben mit größter Sorgfalt nachzukommen und dem Kronvogt stets zu Diensten zu sein.
Dornengrund: Noch immer erreichen uns aus dieser Provinz keine neuen Nachrichten. Die Hecke ist undurchdringlich und der Winter hüllt das Land zusätzlich ein und erschwert die Nachforschungen.
Schwingenstein: Leider konnte ob des starken Wintereinbruchs kein Bote aus dieser Provinz zu uns durchdringen.
Erbnacht: Trotz massiver Vorstöße an einzelnen Plätzen entlang der Provinzgrenze konnten die Dunklen bislang keinen großen Sieg erringen. Den galladoornischen Truppen gelingt es immer wieder, sie zurückzuschlagen und in die Schranken zu weisen.

Überraschend Hofmagier an die Herrschaftshäuser entsandt!

Akademiesprecher Recktenwaldt ließ offen, ob es akute Beweggründe für diesen Schritt der Akademie gibt oder ob die Entscheidung unabhängig von externen Faktoren getroffen wurde.
Mehr dazu in nachfolgender Verlautbarung

Die Krone Galladoorns tut Kund um zu wissen:

Der Gildenrat der galladoornischen Magierakademie hat mit ausdrücklicher Unterstützung der Krone folgendes beschloßen: Es sind für alle Regionen Galladoorns unverzüglich kommissarische arkane Berater einzusetzen, um den Landesherren in Sachen Magie beizustehen.Der Gildenrat beschließt somit die temporäre Ernennung von

  • Adeptus Norbert Loher (Fürstentum Zwingern)
  • Magia Ajuna Schwarzmoor (Fürstentum Leutern)
  • Magius Phillip-Bernard de Varennes (Fürstentum Rabenmund)
  • Adepta Yezana Rocass (Baronie Tron)
  • Adeptus Albin M. v. Sommburg (Kronmark Schwingenstein)
  • Magius Magnus Ignatius (Kronmark Waldbrunn)

zu Magius Ordinarius / Magia Ordinaria mit allen Privilegien und Pflichten.

Weitere Informationen zu dieser Maßnahme erhalten die Lehnsnehmer der Krone durch die ernannten Magier, welche unverzüglich ihre neuen Posten einnehmen.

Für die Krone Galladoorns
am 5. Tag des 12. Monats im Jahre 3 V.
Gavin Arderich von Starken

Der letzte Patriarch ist tot

Nachdem bedeutende Vertreter der Gemeinschaft des Drachen bereits am 7. Tage des Monats die Kunde verbreiteten, dass der Patriarch der Wahrheit Christian Taramon von Erbnacht verstorben sei, ist sein Tod nun offiziell vom königlichen Hof bestätigt worden. Der leblose Körper des letzten mächtigen Würdenträgers der Gemeinschaft wurde in den Ruinen des früheren Tempels unter der Königsburg gefunden. Es zeigten sich keinerlei Spuren von physischer noch von magischer Gewalteinwirkung an der Leiche. Es war nicht bekannt, was der Patriarch an diesem Ort wollte. Der Patriarch starb unzweifelhaft eines natürlichen Todes. Die Auswirkungen seines erionischen Alters machten ihm, so ein enger Vetrauter, zunehmend zu schaffen. Immer seltener war der Patriarch im letzten Jahr anzutreffen gewesen und nur einigen wenigen ausgewählten Anlässen wohnte er noch bei. Und obwohl er zuletzt Gemächer in der Königsburg bewohnte, war er oft wochenlang nicht gesehen worden. So wurde auch sein Leichnam eher zufällig bei Bauarbeiten gefunden, trotz der intensiven Suche, die die Verlautbarungen der Gemeinschaftsvertreter ausgelöst hatte. Eorim von Drachenfels sprach von einer Ära, die mit dem Tod des letzten Patriarchen zu Ende gehe und würdigte seine Verdienste für die Gemeinschaft und das Königreich Galladoorn. Auf dem Mut, der Liebe und der Wahrhaftigkeit der gegangenen Patriarchen werde die Zukunft der Gemeinschaft und des Landes erbaut werden und ein Neuanfang entstehen. Der Segen des Großen Drachen sei mit dem Verstorbenen und werde ebenso denen zugesprochen, die nun die Verantwortung für Licht und Leben auf der Welt tragen. Die feierliche Bestattung des Christian Taramon von Erbnacht, dem letzten Patriarchen der Wahrheit, wird am letzten Tag des Jahres im heiligen Hain von Königsstolz stattfinden und Schlusspunkt eines langen und verdienstvollen Lebens sein. Diesem Anlaß werden neben ihrer königlichen Majestät Viviane von Eichenhain, Vertreter aus allen Provinzen des Landes beiwohnen sowie Mitglieder der Gemeinschaft des Drachen und der Akademie der arkanen Künste. [sim]

Frankonische Hofhaltung

Mitte November reiste ein Gefolge aus wohlbekannten Damen und Herrschaften in Richtung unseres Freundes und Nachbarreiches Beilstein, um an der Frankonischen Hofhaltung teilzunehmen; diese, im frankonischen Teil Beilsteins und nicht in Kronenburg gelegen, ist eine ungezwungene Zusammenkunft von Freunden des Reiches Beilstein unter dem Dache Seiner Durchlaucht des Grafen Lonegal von Schattenhall. Zu Besuch am Hofe des Grafen waren der Ritter Eyke von den Marschen mit Knappin Laeona von Grünwied und die Ritterin Alanna von Leuenfels mit ihrem Knappen Hektor von Rabenmund. Desweiteren begleitete die kleine Gesandtschaft Seine Spektabilität Zendijin von Rosenhain mit den edlen Damen Elisa von Zwingern, von ihrer schweren Krankheit genesen, nunmehr im achten Mond schwanger und einen Mond vor ihrer Niederkunft stehend, und der immer noch kränkelnden Isadora von Falkenhag, der ersten Hofdame Ihrer Majestät.
Es wird berichtet, dass die Zusammenkunft im Schatten eines Disputes stand, der die Ritterschaft Frankoniens nur allzu sehr einzunehmen schien: Seine Kgl. Majestät Hektor von Beilstein hatte verfügt, dass Beilstein in militärischer Allianz mit der Grafschaft Kirson gegen das Imperium Thaskar antreten solle. Diese Entscheidung war für die anwesende frankonische Ritterschaft wohl Grund genug, sich sogar gegen ihren obersten Lehnsherren, den König, zu stellen und mit Ablage der Ritterwürde zu drohen… Dies alles berührte unsere Gesandtschaft wenig, außer vielleicht, dass die anwesenden befreundeten Ritter wie die Herren Siegfried, Quentin und Baldur aufgrund ständiger Diskussionen nur wenig Zeit hatten, um die Freundschaft zwischen unseren Reichen zu vertiefen und im Gespräch die Bekanntschaft zu pflegen.
Während unsere tapferen Ritter ihren Knappen Lektionen in Sachen Axt- und Schwertkampf erteilten, unterrichtete der Herr von Rosenhain die Dame von Zwingern in den arkanen Künsten. Wohl zu recht, denn lauscht man den Akolythen und Novizen der Akademie, so stehen dort noch im Dezember Prüfungen an, die für die Dame von Zwingern wichtig werden dürften.
Wir freuen uns zu berichten, dass unsere Gesandtschaft wieder heil und gesund aus dem Reiche Beilstein zurück gekehrt ist und hoffen inständig, dass die Reise und die frische Luft den Damen von Zwingern und von Falkenhag wieder zu besserer Gesundheit verholfen haben mag. Möge der Große Drache über ihre Pfade wachen! [am]

Ein Magikanus für Galladoorn

Der im Sommer während der merkwürdigen Vorkommnisse in Rabenmund aufgetauchte Herr von Leuterneck, nach eigenen Angaben Magikanus im Dienste der galladoornischen Krone und durch unglückliche Verwicklungen in eine Zeitblase geraten, wurde nun durch seine fürstliche Hoheit Galan von Leutern als Mitglied eines Seitenarmes der Familie von Leutern anerkannt und herzlich willkommen geheißen. In einem rasch einberufenen Ritterrat erkannte die Ritterschaft nach eingehender Beratung seinen Titel als Magikanus an. Der Herr von Leuterneck ist somit, nach dem ihre Majestät darüber befunden hat, als vollwertiges Mitglied der Ritterschaft mit allen Rechten und Pflichten und Teil der Adelsfamilie von Leutern zu betrachten. [re]

Wundersame Heilung in einem Dorf südlich von Silberfels

Wir hörten just von der Heilung an einem jungen Mädchen aus der Nähe von Silberfels in Zwingern, das ob misslicher Umstände in einen Ochsenkarren hinein gelaufen war und sich dabei Bein und Fuß gebrochen hatte. Wohl lange hätte diese aus Unvorsicht und kindlicher Leichtsinnigkeit erlittene Verletzung angedauert, wenn sie nicht sogar mit dem Tode bezahlt worden wäre, wäre nicht eine schlicht gekleidete aber dennoch wunderschöne junge Frau des Weges gekommen und hätte sich der Kleinen angekommen. Die Eltern berichten, dass die Frau wohl aus dem Wald gekommen war und wöchentlich Kräuter und Wurzeln auf dem nahen Markt verkaufen würde. Wie dem auch sei … die Frau legte dem Kind die Hand auf, strich, und hier mögen die Geister sich scheiden, eigenen Speichel auf die Wunden des Kindes und siehe, und dem Großen Drachen sei Dank, die Wunden schlossen sich und das Kind konnte wieder springen und lachen wie zuvor! Die seltsame Frau aber war nicht lange genug an der Stätte, um noch einen Dank der Eltern entgegen nehmen zu können, sondern verschwand eiligen Schrittes wieder im Wald – ihren Schal eng um sich geschlungen … [sim]

Räuberbanden trieben Unwesen in Zwingern

In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Übergriffen durch räuberische Banden im Süden Zwingerns. Vorallem auf die Wegstrecke zum Grenzübergang nach Allerland und somit reiche Händlerkutschen hatten es die Räuber abgesehen. Doch dank des umsichtigen Handelns der Kronvögtin von Zwingern, Freifrau Mina Louise von Distelfels, die unverzüglich einige Männer der neu erstarkten Turmgarde vor Ort schickte, konnte dem üblen Treiben umgehend Einhalt geboten werden und die gesetzlosen Schurken rasch ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. [sim]

Magierrat tagt und lädt dazu hochrangige Gästen des Adels ein

Zendijin von Rosenhain, Spektabilität der königlichen Akademie der arkanen Künste zu Galladoorn, ruft in diesen Tagen alle Magier des Landes zu einem großen Konvent in Leutern zusammen. Man wird beraten über die neuesten Entwicklungen und Geschicke der Magierschaft und des Landes Galladoorn. Als Gäste erwarten die Herren und Damen der Magierschaft auch zahlreiche Adelige des Landes und Vertreter der Gemeinschaft des Drachen. Im Rahmenprogramm werden mehrere Prüfungen junger Magier stattfinden, darunter auch Elisa von Zwingern, die kurz vor ihrer Niederkunft steht. [sim]

Impressum

Die Redaktion des königlich-galladoornischen Anzeigers kann per Bote an anzeiger@drachenreiter.de erreicht werden.

Die Einsendung von Beiträgen, Leserbriefen und anderem Geschriebenem, welches für das Volk unseres geliebten Königreiches von Bedeutung sein mag, ist gestattet und ausdrücklichst erwünscht.

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