Ausgabe 15

– Ausgabe 15 –

im 06. Monat des Jahres 4 nach Viviane

Krieg in Galladoorn

 Dunkle greifen an mehreren Fronten an
Kämpfe in allen Provinzen des Königreiches
Zahlreiche Opfer in allen Bevölkerungsschichten
Dunkle treffen vielerorts auf geringe Gegenwehr
Rückeroberung der besetzten Gebiete angelaufen

Seitdem vor wenigen Wochen die blutigen Krallen aus Erbnacht erneut über unser schönes Land hergefallen sind, herrscht allerorten wieder Angst, Leid und Schrecken. Vor allem in Zwingern, Rabenmund und der Kronmark mussten viele unschuldige Galladoorner ihr Leben lassen. Und noch immer toben die Kämpfe, werden zahlreiche Schlachten geschlagen, um ein kleines Dorf, ein Stück Land, das Leben der Familie – und nicht zuletzt die Herrschaft über unser geliebtes Königreich. Inzwischen gelingt es unseren Truppen weitestgehend, weitere Landverluste zu verhindern. Die Grenzen zu Erbnacht scheinen einigermaßen stabil. Doch die verlorenen Städte und Gebiete konnten – bis auf wenige Ausnahmen – noch nicht zurückerobert werden. Zahlreiche Gerüchte kursieren, wenige konnten bislang bestätigt wer-den. Dennoch versucht der Anzeiger der geneigten Leserschaft ein möglichst ausführliches Bild über die Lage im Land zu geben. [sim]

 

Eiszeit im Herzen Galladoorns?

Düster sind die Tage und finster die Nächte, die unser geliebtes Land durchleben muss. Gerade als die Hoffnung in die verhärmten Gesichter der Bauern zurückkehrte, als man junge Mädchen wieder lachen sah und die Angst vor dem Hungertod zu weichen schien, da ergoss sich erneut die Dunkelheit über unsere grünen Wiesen, brach der Schrecken hervor, um unsere wieder aufgebauten Dörfer anzustecken. Der Feind, allzu rasch erstarkt, bislang in trügerischer Ruhe verharrend, hatte die Gelegenheit genutzt, die galladoornsche Ritterschaft unter der Führung des erfahrenen Feldherren Fürst Galan von Leutern im Ausland wissend, feige über die an Erbnacht grenzenden Gebiete herzufallen. Feuer und Vernichtung säumen seinen Vormarsch, verbrannte Ruinen und dahingeschlachtete Kinderleichen lässt er zurück, rußgeschwärzte Wände, die dunkel in den hellen Frühlingshimmel ragen, und tiefe Wunden aus verbrannter Erde, die sich durch das lichte Maiengrün ziehen. Aus einer der Provinzen erreicht uns Kunde, die sich nicht gänzlich mit den üblichen Berichten in Einklang bringen lässt: Das Lehen Tiefensee, ein Freiherrentum in der östlichen Kronmark, an den Mittenwald angrenzend, ist Schauplatz seltsamer Geschehnisse. Ein fahrender Händler, in geistig sichtlich erschüttertem Zustand berichtete: „Also, ich war da so auf Geschäftsreise, so mit meinem Wagen und so, gerade auf Tiefensee, von wegen des Fischs und des Korns, und halt auch mal wegen der Gerüchte, is´ ja auch schon einsam, so mit so einem Esel und sonst nix zur Gesellschaft, und is´ auch noch nich´ so viel los auf den Strassen wie früher, wie dem auch sei, also auf Tiefensee war ich, als wir dann gehört ham, das die Dunklen kommen, also so richtig, so mit Vielen. Da kamen Boten, und dann war ´ne Mordsaufregung und ich hab´ das alles auch zuerst gar nich´ so mitgekriegt, aber dann sind da Reiter losgeschickt wor´n und der Freiherr hat dann gesprochen und hat uns gesagt, dass da ’n Heer kommt, und dass alle in die Burg geholt werden solln und die Tore zu. Un´ ich hab mir noch gedacht, was ich n Glück hab´, dass ich grad hier war, so mit den Mauern un´ nich´ grad unterwegs. Aber als dann die ganzen Bauern drin war´n und ich geseh´n hab, was da alles so mit Spießen rumstand, ich mein, die war´n alle noch ganz schön grün hinter den Ohren, oder halt schon ziemlich grau, wenn du verstehst, was ich mein, da is´ mir dann schon ganz schön mulmig geworden, un´ ich hab zur Sicherheit mal meine Lise vor den Wagen gespannt, für alle Fälle. Un´ dann sind sie gekommen, un´ da war dann alles voll mit Kämpfern, so richtig, richtig viele halt, un´ bei uns die paar, un´ ich mein, so dick waren die Mauern doch nich´, und dann ham alle den Freiherrn so angeschaut, der da auf der Zinne stand un´ der is´ ja auch nich´ mehr der Jüngste, der hat geguckt, un´ dann hat er sich umgeschaut und hat gesagt „Der See wird uns beschützen“ un´ ich hab gedacht, Mann, der hat ganz schön einen an der Murmel, war´n ja auch harte Zeiten für ihn, aber dann schau ich mich um, un´ die Leute, die ham genickt, un´ da war keine Panik, nich´ mal so´n bisschen, un´ da hab ich mir gedacht, die Lise un´ ich, wir geh´n jetzt besser. Ich also raus durch´s Tor, und da denk ich mir, is´ aber ganz schön frisch geworden, hier un´ da war der Weg von der Burg runter schon richtig glatt mit Eis, aber da hab ich noch nix gedacht, weil ich wollt bloß weg, aber der See war komisch, hat so Nebel gehabt, der is rumgewogt, un´ es war echt kalt. Als ich schon n paar Schritte weg war, da hab ich zurückgeguckt, un´ hab die alle auf’n Zinnen stehen sehen, un´ der ganze Weg un´ ein Stück der Mauer war´n schon vereist. Das Eis, das is´ aus dem See rausgewachsen, un´ die ham da drauf gewartet, so sah dass aus, un´ als ich ganz am Ende noch mal geguckt hab´, da war da nur noch Eis, wo die Burg war, das hat so gefunkelt, un´ der See hatte aufgehört so rumzuwogen, un´ die Dunklen waren schon ganz schön nah, un´ ich hab gemacht, dass ich weit weg kam. Aber ich schwör beim Drachen, die ham das gewusst, mit dem Eis, un´ die ham das gewollt, un´ jetzt sin´ sie alle weg.“ Obwohl der geneigte Leser sicherlich Zweifel an der geistigen Gesundheit des Mannes anmelden mag, wollte die Redaktion solche Gerüchte nicht verschweigen. Welches Schicksal die Bevölkerung und vorallem die Familie des ehrenwerten Eckehardt von Tiefensee tatsächlich ereilte, muss im Augenblick Gegenstand von Spekulationen bleiben, denn noch erreichten uns keine weiteren Berichte, und auch sind der Redaktion keine Flüchtlinge aus diesem Gebiet bekannt, die vielleicht Aufschluss über die dortigen Geschehnisse geben könnten. [ah]

Herrschersruh wieder befreit – Feiger Gutsverwalter wegen Hochverrats inhaftiert!

Vor wenigen Tagen bereits gelang es einem Kontingent der Königsgarde unter Führung des Freiherrn Ottokar von Reichensteig die schöne Stadt Herrschersruh aus den Fängen der Dunklen zu befreien! Welch Lichtblick in diesen dunklen Tagen, welch Triumph über die üblen Besetzer! Als im vergangenen April die Stadt Herrschersruh nahezu kampflos übergeben wurde, weilte die Familie von Reichensteig, mit Ausnahme des ältesten Sohnes Sigismund Darion von Reichensteig nicht in Herrschersruh. Die Eltern und Tochter Herlind Aricia hielten sich an der Akademie der magischen Künste zu Königsstolz auf, da vor kurzem die magische Begabung der Tochter festgestellt wurde und diese nun ihre Lehrzeit an der Akademie beginnen sollte. Währenddessen hatte der Hochachtbare Herr von Reichensteig die Verwaltung und die Vormundschaft des ältesten Sohnes seinem Gutsverwalter Pusperius Scheinbacher übertragen. Als die Dunklen Horden auf die Stadt zumarschierten, soll es, so unbestätigten Gerüchten zu folge zum handfesten Streit zwischen dem ältesten Sohn und dem Herrn Scheinbacher gekommen sein. Dieser hat daraufhin wohl den jungen Herrn von Reichensteig in ein Turmzimmer sperren lassen, um, und dies darf wieder als gesichert gelten, die Stadt und die Residenz der Stadtherren dann kampflos an die Dunklen zu übergeben. Welch ungeheuerlicher und feiger Verrat! Überrascht von dieser einfach gewonnenen Schlacht ließen die Heerführer der Dunklen nur ein kleines Kontingent in der Stadt zurück, und wandten sich anderen Zielen zu. Aus diesem Grund konnte die Rückeroberung durch die Königsgarde auch ohne nennenswerte eigene Verluste vonstatten gehen. Der Hochachtbare Herr von Reichensteig, nun wieder zurück in der Stadt, lässt derweil Landwehr ausheben, um die Königsgarde schnellstmöglich zurück nach Königsstolz schicken zu können und die Stadt dennoch sicher vor weiteren Übergriffen zu wissen. Ottokar von Reichensteig sagte dazu: „Lieber sterbe ich, als auch nur eine Elle galladoornischen Bodens durch mein verfehlen an die Dunklen zu verlieren.“ Möge es der Drache geben, dass unser schönes Land mit Hilfe unserer Verbündeten bald zur Gänze wieder vom übel gereinigt ist. [tb]

Kronvogt von Waldbrunn schliesst Offensive in Rabenmund ab

Von der Rabenmunder Front wird berichtet, dass Seine Wohlgeboren Jergan Pfadwächter, Kronvogt von Waldbrunn, vor kurzem zehn seiner Soldatenbanner gegen den Feind geführt hat. Unter Verlusten an Natur und Feind führte der gewohnt kompromisslose Herr von Waldbrunn seine Truppen an die Front, direkt in den Mittenwald, durch den der Feind wohl Breschen geschlagen hatte, um in die Kronmark vorzudringen. Es gelang den Waldbrunnern, eine befestigte Bastion des Feindes zu nehmen und zu halten. Ein Entsatz leichtbewaffneter Kolonisten konnte zu der Bastion durchdringen. Er brachte Lebensmittel, Werkzeuge und Waffen. Die Truppen des Kronvogts schufen einen Brückenkopf für den Widerstand gegen der Orden der Schatten und eine empfindliche Unterbrechung seiner Nachschublinien. Nach erfolgreichem Abschluss seiner Mission ist Herr von Waldbrunn wieder sicher in das Fürstentum Rabenmund zurückgekehrt. [am]

Überraschende Wandlung in der Gemeinschaft des Drachen

„Ihr sollt neu beginnen. Einen Anfang schenke ich Euch. Die neue Ordnung meiner Gemeinschaft lege ich in eure Hände. So ist es mein Wille und mein Wunsch und soll Euch wohl gelingen.“
— Aus „Die Weisungen der Erneuerung“

Mit diesen Worten hat eine neue Zeit der Gemeinschaft begonnen. Der Große Drache hat das Schicksal seiner Gemeinschaft noch mehr in die Hände seiner Gläubigen gelegt. Nach dem Tode von Christian Taramon von Erbnacht, dem letzten Patriarchen, wird nun der Rat des Drachen die Gemeinschaft leiten. Diesem gehören an:

Legat Irian Gorbass
Kurator Sebastian
Defensor Eorim zu Drachenfels

Diese drei Kleriker haben seit einer Synode im Kloster Drachenfels vor gut einem Monat die Führung der Gemeinschaft übernommen. Gerade um auch die Position der Gemeinschaft im Königreich zu verdeutlichen ist Defensor Eorim mit den Novizen Skyverie, Fendrik, Katharina und der Betschwester Ditmute an der Seite des Fürsten von Leutern in den Krieg gegen Thaskar gezogen. Ob weitere Änderungen beschlossen wurden, ist bisher nicht bekannt, jedoch werden an den Grundfesten des vom Großen Drachen Gegebenen natürlich keine Änderungen vorgenommen. Es handle sich nicht um eine Wandlung des Glaubens, sondern seiner Kirche. [ak]

 

Aus den Provinzen

Zwingern: Grünwied und ein umliegender Landstreifen im Nordosten des Fürstentums ist in die Hände der Dunklen gefallen – Silberfels und die sonstige Grenze zu Erbnacht ist umkämpft.
Rabenmund: Im Fürstentum gab es Verluste bei erbitterten Kämpfen an der Grenze zu Erbnacht. Die Truppen erhalten Unterstützung durch mehrere Banner aus Waldbrunn.
Leutern: Schwere Kämpfe wüten an der Reichsstraße zwischen Leutern und Starkburg. Bislang konnte das Gebiet aber gehalten werden.
Tron: Die Angriffe der Dunklen konnten zurückgedrängt werden – die Grenze zu den Königslanden gilt als relativ sicher.
Waldbrunn: Kronvogt Jergan Pfadwächter führt persönlich seine Truppen an der Südgrenze Rabenmunds gegen die Dunklen aus Erbnacht.
Erbnacht: Noch immer scheint der Nachschub an kampflüsternen Männern nicht zu versiegen. Alle erreichbaren Grenzen der Provinz sind heftig umkämpft.
Dornengrund: Durch das Kriegstreiben wurde die Provinz nunmehr gänzlich von Galladoorn abgeschnitten. Bislang gibt es keinerlei Kunde darüber, ob auch diese Provinz von den neuen Kämpfen betroffen ist.
Schwingenstein: Die westlichste Provinz Galladoorns blieb bisher vom Kriegstreiben verschont.
Kronmark: Wie eine Zange schließt sich noch immer der Trupp der Besetzer um den Mittenwald und drängt weiter in die Kronmark vor. Zahlreiche dunkle Paladine stehen zum Kampf bereit und ihre Waffen reißen schlimme Wunden, die nur langsam und schwer wieder heilen. Ihr Ziel scheint noch immer die Kontrolle der Reichsstraße und wohl der Fall der Königsburg zu sein. Möge der große Drache uns beistehen!

Chronologischer Kriegsbericht

In den frühen Morgenstunden des 12. Tages im 4. Monat dieses Jahres kam es allerorten zu Angriffen der Dunklen aus Erbnacht. Hier sei nun der Versuch einer Chronologie der Ereignisse zu lesen. Zunächst kam es überraschend an der Nordgrenze Zwingerns zu verstärkten Angriffen und Kämpfen – es schien, als wollten die Dunklen nunmehr Silberfels und die Minen in Besitz nehmen. Doch Dank des raschen Einsatzes der Turmgarde konnte hier die Grenze gehal-ten werden. Allerdings kommt es dort auch heute noch immer wieder zu Kampfhandlungen und geringer Grenz-bewegung. Zeitgleich wurden auch aus Rabenmund verstärkte Grenzgefechte gemeldet – hier jedoch eher im Osten des Landes. Schon kurz darauf stellte sich heraus, dass beide Fronten lediglich zur Ablenkung des galladoornschen Heeres dienten – so konnte nämlich in Zwingern bei nur geringer Gegenwehr ein großes Stück Land im Osten Galladoorns abgeschnitten werden und so die Erbnachter Grenze zum Ausland vergrößert und die Stadt Grünwied samt Reichsstraße eingenommen werden. Die Kämpfe in Rabenmund dienten der Verwir-rung, um so durch die Randgebiete des Mittenwaldes ins Herz unseres Heimatlandes – die Kronmark – vordringen zu können. Und dorthin marschierten die Dunklen Paladine und ihr Söldnerheer: Am südlichen und nördli-chen Rand des Mittenwaldes entlang unter großem Kampfeinsatz, überall wo sich ihnen die Möglichkeit bot, in die Kronmark. Die Truppen im Norden versuchten, die Reichsstraßen zu erreichen, konnten jedoch von galladoornischen Mannen aufgehalten werden. Die Truppen im Süden konnten Herrschersruh ohne große Gegenwehr einnehmen und erreichten die Reichsstraße im Süden von Königsstolz, die seitdem umkämpft ist. Die Freien Hallen sind weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Vermutlich war ihr Ziel, die Reichsstraße durch Königsstolz zu kontrollieren, um so auch die Stadt einnehmen zu können. Bislang gelingt es den galladoornischen Trup-pen, die nicht gefallenen Gebiete zu halten – geringe Grenzbewegungen gibt es vor allem in Zwingern und Rabenmund. Die Rückeroberung der besetzten Gebiete wird allerdings sicher noch eine Weile dauern. Die Rückkehr der Truppen aus Allerland ist willkommener den je. [sim]

Der Fall Grünwieds

„Sie kommen – die Dunklen kommen“, ein einsamer Schrei ertönt vor den Toren von Grünwied. Er stammt von einem verängstigten Hirtenjungen und erreicht die verschlafene Stadt. Schnell verbreitet sich diese Kunde, läuft von Haus zu Haus und erreicht auch seine Wohlgeboren Freiherr Berthold von Grünwied. Sofort alarmiert er die ganze Stadtwache und umliegende Truppen, auch bewaffnete Bürger stehen zur Abwehr bereit. Von den Stadtmauern aus beobachtet der Freiherr persönlich das Näherrücken des Feindes – die Grenze scheint gefallen, die Situation im Westen der Provinz ungewiß. Doch hier ist nun die ganze Aufmerksamkeit und Kampfbereitschaft seiner Männer gefragt. Unzählige grün-schwarz gewandete Soldaten stürmen heran. Bertholds Männer kämpfen tapfer und stark, doch der dunklen Übermacht sind sie nicht gewachsen. Nach tagelangem Kampf siegt die dunkle Macht. Grünwied ist gefallen und die Reichsstraße unter Kontrolle der Erbnachter. Nur wenige Menschen konnten fliehen und in ande-ren Orten Schutz finden. Sie berichten nun von dem Schrecken, welcher Grünwied heimsuchte. [sim]

Trügerische Ruhe in Tron

Durch den raschen und verstärkten Einsatz der Truppen konnte Than von Durheyn, Baron von Tron, die Südgrenze der Provinz Tron vor einem Eindringen des Feindes bewahren. Dabei wurden blutige Kämpfe geschlagen und viele gute Mannen gingen in die goldene Stadt ein. Doch Zorn und Kampfesgeist der tronschen Soldaten obsiegte letztlich. Momentan befindet sich die Region an der Grenze zur Kronmark in einem unsicheren und trügerischen Frieden. Deshalb werden zur Zeit die Grenztruppen dort weiter verstärkt. Aus dem Norden der Baronie erreichen uns ebenfalls Nachrichten. In dieser, seit der Dunklen Nacht trotz größter Bemühungen noch immer nicht ganz befriedeten Region werden vermehrt Übergriffe von Orks gemeldet. Außerdem gibt es Gerüchte über Rotkutten, die immer wieder gesichtet worden seien. Obwohl der Kampf an der Grenze große Kräfte der Provinz bindet, wurden auch verstärkt Patrouillen dorthin entsandt. [ad]

Gemeinschaft des Drachen entrüstet ob der Ereignisse in der Familie Zwingern

„Und so segne der Große Drache von diesem Tage an die Verbindung dieser beiden Menschen, auf dass sie bis zu ihrem letzten Tage einander dienen und ehren sollen. So mag ihnen ein Platz nebeneinander in der ewigen Stadt bereitet sein.“
— Auszug aus dem Heiratsbrauch der Gemeinschaft

Tief bestürzt und entrüstet äußerte sich die Gemeinschaft des Drachen über die scheinbare Trennung im Hause Zwingern. Wie zu erfahren war, kann eine solche Scheidung, bisher einmalig in der langen Geschichte und Tradition unseres geliebten Königreiches, nicht vor den Augen des Drachen Bestand entfalten. Gerade eine solch junge Verbindung, die im Beisein der Königin und des Kronrates, durch seine selige Eminenz Christian Taramon von Erbnacht, dem Patriarchen der Wahrheit, geschlossen und durch den Großen Drachen gut geheissen wurde, darf nicht aus einer Laune heraus als nichtig erklärt werden. So auch das Paar bereits mit Kindersegen bedacht wurde, spricht dies doch gegen eine tiefgehende Zerrüttung, welche auch niemals zur Auflösung eines gesegneten Ehebundes führen kann. Wo würde es hinführen, wenn nun ein jeder Bauer seine vor dem Großen Drachen geschlossene Ehe auflösen wollte. Ein solches Zeichen kann, darf und soll nicht aus dem Hochadel an das Volk gehen. Ein so eingeschlagener Weg ist falsch und führt die bemitleidenswerten Betroffenen unaufhaltsam in die Feuer der Verdammnis. [ak]

 

Dornjaer Hungersnot rasch bekämpft

Die Menschen im Westen der Kronmark sind erleichtert, denn bereits zu Beginn des dritten Monats diesen Jahres war die Hungersnot in Stadt und Mark Dornja eingedämmt. Schnelle Hilfslieferungen aus Königsstolz und der persönliche Einsatz der ersten Hofdame ihrer Kgl. Majestät, Isadora von Falkenhaag, konnten das Schlimmste verhindern. Die Hochachtbare Dame konnte durch umsichtiges Handeln schnelle und umfangreiche Hilfe leisten und somit nicht nur die Mängel des Winters beseitigen, sondern auch die Aussaat für das kommende Jahr sichern. Die Menschen blicken voll Hoffnung in die Zukunft, da bekannt wurde, daß Isadora von Falkenhaag beabsichtigt sich künftig um die Lehen ihres Cousins zu kümmern, bis dieser die Verwaltung wieder selbst übernimmt. Wann dies der Fall sein wird, ist jedoch noch offen. [kv]

Alte Gesetzestexte rekonstruiert

Die Wiederherstellung der kgl. Archive schreitet voran. Während des Winters wurden aus verbliebenen Fragmenten einige überlieferte Gesetzestexte rekonstruiert. Der Hochachtbare Herr von Starken ließ dazu verlauten, man schätze sich glücklich nunmehr den genauen Wortlaut wichtiger Gesetze wie der Lex Venationis, der Lex Magicae und des Ius Navigationis Internae aus Erions Tagen wieder vor Augen zu haben. [kv]

Gratulation !

 

Ich gratuliere
Kara Brandtweiler
zum erfolgreichen Bestehen ihrer Prüfung zur
Adepta Minora
und wünsche ihr viel Erfolg in ihrem weiteren Leben.Gerade in diesen dunklen Zeiten ist es ein Lichtblick, eine weitere fähige Magierin zum Wohle der Krone, des Königreichs und der Gilde an unserer Seite zu wissen.

Magnus Ignatius
Magius der Königlichen Akademie der Arkanen Künste zu Galladoorn

 

Impressum

Die Redaktion des königlich-galladoornischen Anzeigers kann per Bote an anzeiger@drachenreiter.de erreicht werden.

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