Die Sage von Galladoorn



Einst war einer im schönen Lande zwischen Rhain und Mhain, den nannten alle Galladoorn. Hoch aufgewachsen war er und von schöner Gestalt und die Menschen munkelten, er sei vom schönen Volk. Grün war sein Rock und grün sein Schild, golden seine Lanze und silbern sein Roß und überall wo er hinkam, da war Frieden. Galladoorn der Grüne war edel und gut. Er war barmherzig und tapfer zugleich und wo er auch sein Roß hinlenkte, da wollten die Menschen ihm Untertan sein. Auch die großen Kriegsherren jener Tage neigten ihr Haupt, wenn Galladoorn an ihren Dörfern vorbei ritt. Und so fanden auch sie Frieden und bauten aus ihren armseligen Hütten, stolze Burgen. So waren es die starken Brüder vom Rhain die in mitten eines schönen Eichenhaines ihre Feste bauten, die sie Starkburg nannten. Und auf einem lichten Hügel, an einem hellen Brunnen, zwischen dem Grünwiedforst, dem Disteltal und dem Silberberg da entstand eine Zwingburg von ungekannter Größe. Und so wurden viele Burgen und Türme errichtet zwischen Rhain und Mhain und drei Menschenleben ritt Galladoorn der Grüne, und die Musik und die Freude waren seine Gefolgschaft, denn eine Feste hatte er nicht. Doch in der Mitte der Lande in denen er ritt, da stand ein großer alter Wald. Und alle Menschen wußten dort drinnen tief in der Mitte, ist das Schloß des Königs Galladoorn und viele Märchen berichten, wie herrlich und königlich dieser Ort ist.

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