Echsen

Die Echsen in Galladoorn, oder vom Frosch zum Menschen
von
Aquilus dem Reisenden
Fest muß stehen, nach allem was ich nach dem intensiven Studium der Echsen in Galladoorn in den letzten Jahren herausfinden konnte, das die Echsen bei weitem nicht so Primitiv sind wie von Gelehrten und Laien gemeinhin angenommen wurde. Die Echsenmenschen Galladoorns sind durchaus von mit dem Menschen zu vergleichender Intelligenz und von äquivalenter psychischer und physischer Widerstandskraft und scheinen sich ebenfalls auf die Magie oder eine verwandte Form der mystischen Kräfte zu verstehen.

Dies wiederum bringt mich, verbunden mit der konkreten Fähigkeit zur Zusammenarbeit in komplexen Problemsituationen zu der Annahme, das die Echsen durchaus in der Lage sind in komplexer Weise verbal oder nonverbal zu kommunizieren, da eine Beherrschung der mystischen Kräfte der Natur oder der Magie nur über die Wirkung von Formeln im weitesten Sinne zu erreichen ist, so erforscht bereits von Aurelius dem Machtvollen und nachzulesen in seinem Werke „Über Sinn und Unsinn magischer Aktivitäten nach Sonnenuntergang“.

Ebenso die bereits erwähnte Befähigung zur Gruppenorientierten Beschäftigung mit komplexen Aufgabensituationen zwingt zu der Annahme das eine Kommunikation zwischen den einzelnen Individuen möglich, wenn nicht gar üblich ist, entgegen den bisherigen Vermutungen einer stillen Gesellschaft, vergleiche auch „Art und Wesen galladoornischer Tier- und Pflanzenarten“ nach Kundurnus dem Älteren.

Im übrigen muß erwähnt werden, das die Echsen der galladoornischen Spezies von einem an Fanatismus grenzenden Mystizismusinteresse geprägt sind, vergleichbar mit dem der gewöhnlichen Hauskatze. Im Gegensatz zu dieser jedoch scheint der Echserich oder die weibliche Echse, denn ich bin der festen Überzeugung es gibt zwei Geschlechter unter den Echsen, da ein Volk aus nur einem Geschlecht nicht lebensfähig wäre, schon nach „Die Bedeutung des kleinen Unterschiedes zur Vermehrung und Zeugung“ von Charris dem Druiden, sich ebenfalls nicht nur einem gewissen Maß an Intelligenz erfreuen zu können, sondern sie scheinen etwas der realen Kultur entwickelter Völker entsprechendes zu besitzen. Befremdlich erscheint dem Aufgeklärten jedoch die mangelnde Trennung zwischen Männchen und Weibchen, da sie der natürlichen Ordnung von Mann als Herrscher über die Frau zu trotzen scheint, was die Gesellschaft der Echsen in eine gewisse Unordnung verweisen dürfte. Vergleiche hierzu auch „Meine Minderwertigkeit gegenüber dem natürlichen Herrscher Mann“ von Thula der Weisen.

In jedem Falle bleibt zu erwähnen, das den Echsen ein, wenn auch durch vorgenannten Umstand eingeschränktes Maß an Kultur zu eigen ist. Sie scheinen durchaus in der Lage zur professionellen Verarbeitung der Güter der Natur was an machen Gegenständen wohl ritueller oder schmückender Art in ihren Behausungen zu erkennen ist. Überhaupt sind die Behausungen der Echsenwesen nicht von solcher Primitivität gekennzeichnet wie es vielleicht der Vergleich mit einer Bieberbehausung von außen zuläßt, vielmehr scheint der ästhetische Impuls der Echsengesellschaft sie zu solchen Bauweisen zu führen, jedoch sind auch hierbei, trotz vorkommender Solobelegung der Behausungen, keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede erkennbar.

Erkennbar scheint jedoch in bemerkenswerter Weise die Hervorhebung einzelner Individuen aus spirituellen oder religiösen Gründen, was uns zu der Annahme verleitet, die Echsen könnten eine eigene Religion besitzen, vielleicht vergleichbar mit der verhältnismäßig primitiven Konfession der Druiden und ihres Naturglaubens, jedoch ist aufgrund des bis dato ungelösten Kommunikationsproblems eine eindeutige Antwort auf diese Frage nicht eindeutig möglich, wenn auch von steigendem Interesse, da die Glaubensrichtlinien eines Volkes viel über deren Gesinnung und Lebensweisen erkennen lassen, wie bereits von Elyssära der Elfe in „Der Götzenkult und seine Realhistorische Bedeutung für die Interaktion der Völker der bekannten Welt“ erwähnt. Trotz allem hoffe ich dem geneigten Leser das Verständnis für das Volk der Echsen aufgezeigt zu haben, das auch mich zu meinen Forschungen ermutigt hat. Dank an dieser Stelle auch an seine Fürstliche Hoheit Den Fürsten zu Rabenmund für seine finanzielle Unterstützung bei den Expeditionen in die Lebensräume des Echsenvolkes.

- Ein Text aus der Bibliothek von Rabenmund, 39 Erion

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