Gemarkung Eichingen

Wappen des Hauses Trutzwacht

Trutzwacht_HP

Eichingen – Die „Grüne Mark“

Die Gemarkung Eichingen liegt im Nordosten Schwingensteins und wird im Osten vom mächtigen Fluß Rheyn begrenzt. Im Westen grenzen das Freiherrentum Schwingenstein sowie die Brockenmark darüber an. Zu diesen bildet der Fluß Tantiel seit jeher die natürliche Grenze. Im Norden grenzt die nördlichste Gemarkung Schwingensteins Lichtenthal und im Süden der Bezirk zur Hauptstadt Taveresk.

Somit ist Eichingen der einzige Landweg zur Hauptstadt. Die Aufgabe des Lehnsnehmers von Eichingen ist die Sicherung dieser strategisch wichtigen Landverbindung, die Kontrolle des Rheynverkehrs sowie der Fährschiffer. Dies erfolgt von der Feste Eichstätten aus, die in Nähe des Rheynufers liegt.

Bevölkerung

Eichingen beherbergt fünf kleine Weiler sowie einige Aussiedlergutshöfe. Neuerdings wurden einige Köhler angesiedelt.

Dörfer: Rhynheim, Buchenau, Dorf Eichingen, Quellfells, Habichtswald

Die Bevölkerung lebt in einfachen Verhältnissen und huldigt weitestgehend dem Glauben der Meret. Bereits vor der Dunklen Nacht aber vor allem danach praktizieren die Meretgläubigen einen alten Brauch. Wegen des akuten Mangels an Männern leben bis zu fünf ansonsten nicht überlebensfähige Frauen mit einem Mann auf dessen Hof, sofern er in der Lage ist, diese gerecht zu versorgen.

Herr Caidrach ist diese Praktik als Drachengläubiger sehr suspekt. Aus Mangel an Geld und zur Finanzierung seiner Sicherungsmaßnahmen Eichingens in den Wirren der Konflikte in 13 und 14 n.V. erhob er im September 14 n.V. eine Sondersteuer auf 2./3./4. Frauen. Diese Maßnahme stieß auf wenig Begeisterung unter der Bevölkerung.

Wirtschaft

Die Gegend ist sehr waldreich und durchzogen von sehr hügeligem unübersichtlichem Gelände. Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist Land- und Forstwirtschaft sowie in beginnendem Maßstab die Köhlerei. Mancher munkelt, die Kohleflöze dienten ausschließlich der Bedienung der familieneigenen Großschmiede in Taveresk.

Die Gemarkung wurde nach dem Tod des letzten „von Eichingen“ nur mäßig erfolgreich von eingesetzten Verwaltern bewirtschaftet. So stagnierten die landwirtschaftlichen Erträge, Rodungen für Ackerbau und die Feste Eichingen wurde mehr und mehr sanierungsbedürftig. Wofür die Steuereinnahmen aus Fähr- und Zollgeschäft, die nicht unerheblich sind, verwendet wurden, ist nicht mehr nachvollziehbar.

Der zum Betriebsverweser der Singenden Schmiede bestimmte Caidrach von Trutzwald erkannte die Misstände in der Gemarkung zeitnah nach Übernahme des Lehens und machte sich sogleich persönlich ans Werk. Der bisherige Verwalter wurde entlassen. Die Büttel in einfacher Form in Buchführung geschult und ein Kontrollsystem der Abgaben eingeführt. Der Schwund von Naturalien und Einnahmen konnte hierdurch erheblich reduziert werden. Im Jahre 13 n.V. konnte das komplette Dach der Feste Eichstätten wieder dicht verschlossen sowie ein neues Burgtor angeschafft werden.

Mai 10 n.V. – Übertragung des verwaisten Lehens Eichingen an den frisch zum Ritter geschlagenen Caidrach Karlesce von Trutzwald aus dem Hause Hammerschlag in Taveresk. Die nicht erbberechtigten Reste der Familie von Eichingen zogen nach und nach von Eichingen fort zu Verwandten.

Meretglaube

In Eichingen liegt üderdies das höchste Heiligtum des Ordens der Mutter Meret. Dieses zieht übers Jahr etliche Pilger des ganzen Landes an. Aber auch aus Kharkov, wo der Meretglaube extrem weit verbreitet ist, kommt ein schier unerschöpflicher Strom an Gläubigen. Deren eher schroffere Naturen verursachen mitunter den einen oder anderen Konflikt in den Gasthäusern und Tavernen Eichingens. Die Handelsstraßen werden durch die Pilger und ihre Opferkarren stark beansprucht. Caidrach von Trutzwald erließ zu deren Instandhaltung daher im Jahre 11 n.V. eine umstrittene Sondersteuer für Pilger. Seit Einführung verbesserte sich der Zustand der für Taveresk wichtigen Handelsstraßen jedoch erheblich. Die Anhänger des Meretglaubens sind seither dennoch sehr darüber aufgebracht.

Feste Eichstätten

Die Burg Eichstätten ist eine überschaubare steinerne Wehranlage. In den letzten drei Jahrzenten kaum instand gehalten, wurde sie rasch Opfer der Dunklen Nacht in Galladoorn. Die anschließend notdürftigen Reparaturen wurden nur für die wichtigsten Anlagen und Gebäude vorgenommen, da wegen der Plünderung und der Kriegsabgaben an den Baron überall das Geld fehlte. In den Jahren 11 bis 14 n.V. konnten nach der Wirtschaftsreform Caidrachs nahezu sämtliche Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen werden.

Ein kleiner Haushalt bewirtschaftet die Burg. Nach anfänglicher Skepsis über einen neuen Herrn nach Auszug der alten Herrschaftsfamilie gewann Caidrach zumindest die Herzen der Burgbewohner schnell, als sie sahen, daß er mit anpackt und sich nicht zu fein für niedere Arbeiten im Haushalt ist sowie die Einnahmen des Lehens fast vollständig wieder in dieses investiert.

Bewohner:

  • Caidrach Karlesce von Trutzwald, Ritter Galladoorns, Vogt zu Eichingen
  • Aramis von Wintersang, Knappe in Diensten des Herrn von Trutzwald
  • Jindell aus Rabenmund, junge Frau mit unbekannter Herkunft, die wohl nur Sir Caidrach bekannt ist. Man munkelt, sie habe besondere Fähigkeiten. Sie wird als sehr naturverbunden wahrgenommen und streift oft in Jagdkluft durch die Wälder.
  • Nike aus Leutern, eine verwitwete Frau die von Caidrach 14 n.V. vom letzten Thaskarfeldzug aus Allerland mit brachte. Der Haushalt erwartet gespannt eine Entscheidung des Ritters über eine konkrete Verwendung Nikes.
  • Matthias Hauenstein, Verwalter der Gemarkung in Abwesenheit des Herrn von Trutzwald. Wurde durch ihn zum Verwalter bestellt, da sein Vorgänger sich als ungeeignet erwies. Treuer alternder Mann mit gutem Sachverstand.
  • 5 Blauröcke als dauerhafte Garnisonseinheit einquartiert vom Baron Schwingensteins. Zur Verfügung des Ritters stehend und von diesem zu bezahlen.
  • 3 Knechte, 1 Köchin und 4 Mägde.

Caidrach Karlesce von Trutzwald

  • Ältester Sohn der bürgerlichen Großschmiedefamilie Hammerschlag. Ausgebildet zum
  • Betriebsverweser der „Singenden Schmiede“ als Nachfolger seines Vaters.
  • Übernahme als Knappe durch Lady Laeona von Grünwied, Ritterin Galladoorns (Fürstentum
  • Zwingern) durch Empfehlung des Barons von Schwingenstein wegen besonderer Verdienste bei
  • der Befreiung der Baronie Erbnacht in den Galladoornkriegen im Frühjahr 6 n.V. – Ritterschlag
  • durch die Krone Galladoorns im Jahre 10 n.V. – Lehensnehmer der Gemarkung Eichingen vom
  • Baron von Schwingenstein

Wesen:

Denkweise ohne starke Standesdünkel, da er selbst einst Bürgerlicher war. Kümmert sich persönlich um Lehensverwaltung, da er einst eine Betriebsverweserausbildung erhielt. Schult Büttel, Matthias, Aramis und Nike in Buchführung und Verwaltung. Delegiert Aufgaben in diesem Bereich. Nimmt Anteil am Schicksal seiner Untergebenen. Stellt sich der Verantwortung und entscheidet nicht leichtfertig. Wirkt manchmal etwas melancholisch. Zuweilen scheint er hin und her gerissen im Verhalten und Denken seiner alten (Bürgertum) und seiner jetzigen Welt (Adelsstand).

In freien Stunden widmet er sich der Lyrik und dichtet gern. Die Speisen auf Eichstätten werden generell gemeinsam mit allen Bewohnern der Burg eingenommen, was zunächst gewöhnungsbedürftig für die Untergebenen war. Ausnahmen werden nur bei Besuch anderer Adeligen gemacht.

Caidrach bemüht sich nach Kräften, stets das „Richtige“ zu tun. Dabei trifft er jedoch auch Entscheidungen, die zwar zum Besten für Eichingen und seine Bevölkerung sind, bei letzterer aber auch für Unzufriedenheit sorgen. Er ist frustriert über den zunächst florierenden Aufschwung, der jäh durch die Ereignisse 13 und 14 n.V. unterbrochen wurde. Der Unterhalt der zeitweise knapp 50 Soldnehmer in Eichingen frißt rapide die Finanzmittel auf.

Caidrachs Loyalität zum Baron ist hinlänglich bekannt, verdankt er diesem doch alles was er nun besitzt.

Aktuelle Ereignisse

  • Januar 13 n.V.

Immer häufiger kommt es auf schwingensteinischen Hofhaltungen zu bissigen Bemerkungen bishin zu Beleidigungen unter den verschiedenen Häusern. Hintergrund sind unterschiedliche Meinungen über die Regierungsweise der Barons von Schwingenstein.

  • Februar 13 n.V.

Wirtschaftliche Spannungen zwischen einzelnen Provinzen führen in Teilbereichen der inneren Marktwirtschaft Schwingensteins zu teils exorbitanten Preisspiralen, Spekulationen und Mißtrauen und Unzufriedenheit unter den Handelshäusern und Verarbeitern. Der Bevölkerung fällt es zunehmend schwerer, Gebrauchsgüter zu erschwinglichen Preisen zu erstehen. Schuldzuweisungen gehen in sämtliche Richtungen.

  • Mai 13 n.V.

Eisenerz- und Kohlelieferungen in den Norden Schwingensteins aus den Gemarkungen Sommburg und Pavlodar bleiben wegen angeblicher Seuchen unter den Arbeitern aus. Lieferungen gen Kharkov wurden dennoch beobachtet.

  • Juli 13 n.V.

Ein Vorfall um eine entflohene Leibeigene aus Wolkenstein, die in der Brockenmark Schutz unter der Leibeigenschaft des Herrn Tarik von Wallstätt gesucht hat, erhitzt die Stimmung unter den alteingesessenen Lehnsnehmern.

  • August 13 n.V.

Der Baron vermittelt zwischen Brockenmark und Wolkenstein und verfügt per Dekret die finanzielle Auslösung der Leibeigenen durch Tarik von Wallstätt an Richard von Wolkenstein. Der Freiherr von Wolkenstein akzeptiert die Zahlung, schäumt jedoch öffentlich über die Verfügung. Unmut ist auch aus den Reihen weiterer Adelshäuser zu vernehmen.

  • September 13 n.V.

Ein Wagenzug der Familie Hammerschlag mit Eisen- und Schmiedewaren für Vallconnan wird aus dem Hinterhalt von Unbekannten überfallen. 17 Fuhrleute sterben, darunter Marius Hammerschlag, ein Vetter Caidrachs.

  • Oktober 13 n.V.

Der Verwalter Eichingens Matthias Hauenstein zerschlägt einen Schmugglerring in Eichingen in Abwesenheit des Ritters, der in Versam weilt. Eine Aufforderung zur Einstellung von Raubrittertum ergeht an Caidrach durch den Herrn von Tannenbrandt. Das Dorf Buchenau in Eichingen wird im Morgengrauen von Unbekannten überfallen und zur Hälfte nieder gebrannt. 12 Menschen sterben, darunter 4 Frauen und 5 Kinder.

  • Okt./Nov. 13 n.V.

Im Namen Caidrachs wirbt Rehwald in allen Teilen Galladoorns Landsknechte in die Dienste Eichingens zur Sicherung der Gemarkung.

  • November 13 n.V.

Das Haus Tannenbrandt friert jegliche Finanzströme und ausstehenden Rechnungen an das Handelshaus Venetresca ein. Vorgeblicher Grund sei Übervorteilung und wucherisches Geschäftsgebahren. Das Zahlungsvolumen erstreckt sich über Rechnungen von mehr als einem halben Jahr.

  • Februar 14 n.V.

Der Baron von Schwingenstein beraumt einen hohen Gerichtstag an, um den Konflikt zu klären. Es kommt zu einem Eklat. Die beschuldigende Partei erscheint nicht und mißachtet somit die Rechtmäßigkeit und Gewalt des Hauses Tauenrank.

  • Juni 14 n.V.

Das Haus Sommburg erhebt alte Ansprüche auf einen Pachtbetrieb der Gemarkung Fahlen, der über entfernte Verwandschaftsgrade und dem Tod des Pächters nun an Sommburg fallen müsse. Die Familie von Fahlen legt Einspruch beim Baron ein.

  • Juli 14 n.V.

Über das Haus Tannenbrandt wird durch den Baron die Acht ausgesprochen.

  • August 14 n.V.

Das Handelshaus Venetresca sichert Caidrach von Trutzwald weitreichende finanzielle Unterstützung zu wenn dieser im Gegenzug deren Interessen mit vertritt.

  • September 14 n.V.

Sir Caidrach erhebt eine Sondersteuer für 2./3./4.-Frauen. Die Rheynzölle werden verdoppelt. Dies dient dem Unterhalt der großen Zahl an Landsknechten, die in Eichingen unter Sold gehalten werden, um die Gemarkung zu sichern.

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