Gemarkung Fahlen

Wappen des Hauses Fahlen

Familie von Fahlen_HP

Fahlen – Die Kornkammer der Baronie

Die Gemarkung Fahlen im tiefsten Süden der Baronie Schwingenstein an den Ausläufern des Mithral Gebirges ist recht klein, jedoch sehr bedeutend für die Baronie, da sie als deren Kornkammer fungiert. Sie befindet sich seit Anbeginn der Aufzeichnungen im Besitz der Familie von Fahlen, deren Stammsitz die Fahlenfeste ist. Derzeitiges Freiherrenpaar sind der hochachtbare Herr Oswald Gregorii von Fahlen und seine Gemahlin Meinhild von Fahlen. Seit jeher steht die Familie treu zu den herrschenden Geschlechtern und lässt sich auch durch die Wirren der Zeit nicht davon abbringen. Zwei der drei Söhne der herrschenden Familie haben sich bereits dem Glauben verschrieben und nun liegen alle Hoffnungen der Erbfolge auf dem jungen Knappen Gabriel Aldebrand von Fahlen, der die Gemarkung dereinst übernehmen soll. Dennoch hofft man auf einen weiteren männlichen Erben, um den Unsicherheiten der Zeit entgegenzuwirken.

Land

Die Gemarkung Fahlen ist geprägt durch weitläufige Felder mit goldenen Ähren soweit das Auge reicht, nur unterbrochen von den Segeln der zahlreichen Mühlen, die sich über das ganze Land ausbreiten. An einigen Stellen zeichnet sich kümmerlich etwas Wald ab. Hügel oder Berge sucht man im Landschaftsbild jedoch vergeblich. Im Schatten des Mithralgebirges und an den Ufern des Rhine gedeiht so der Gemarkung größter Schatz auf fruchtbarem Boden: Getreide. So zahlreich die damit verbundenen Gutshöfe und Mühlenbetriebe im Lande vorhanden sind, so spärlich gesät sind Städte. Einzig das Städtchen Quellstätt und die Stadt Fahlenfels am Fuße der Fahlenfeste sind hier zu nennen. Wo Quellstätt durch seine Wassermühlen Bekanntheit und Bedeutung erlangt hat, zeichnet sich Fahlenfels durch den Stein aus, der am Fuße des Mithralgebirges an einigen Stellen gebrochen wird.

Die Landbevölkerung besteht zum größten Teilen aus einfachen Bauern und es herrscht Eintracht und Wohlstand. Durch die großen Korneinlagerungen herrscht selbst bei schlechten Ernten kein Notstand. Seit Neuestem haben sich jedoch durch die Ansiedlung kharkovianischer Bauern einige Unstimmigkeiten ergeben, da diese neben der eigenen Sprache auch Bräuche aus dem eigenen Land mitgebracht haben. Die Schulzen sind bemüht, die aufkommende Feindschaft im Keim zu ersticken und appellieren an die gemeinsamen Wurzeln der beiden Parteien. Die Bemühungen scheinen bereits erste Früchte zu tragen.

In der Gemarkung Fahlen herrscht vorrangig der Glauben an den großen Drachen, vereinzelt wird aber auch die Göttin Meret verehrt. Durch die kharkovianischen Einwanderer hat sich dieser Anteil jedoch wieder erhöht und eine weitere neue Glaubensrichtung hat sich eingeschlichen. Der kharkoviansche Orden der Shaid, die Kirche des ewigen Lichts, greift immer mehr um sich. Diese Entwicklungen werden bisher geduldet, jedoch von der Obrigkeit misstrauisch beäugt.

Wirtschaft

Die Wirtschaftskraft Fahlens erschließt sich, wie zuvor erwähnt, aus dem Anbau und dem Export von Mehl und Getreide. Neben Stein und hervorragenden Schlossereiprodukten sowie Werkzeugen bildet dies seit jeher die wirtschaftliche Grundlage Fahlens. In zahlreichen Kellerbrennereien wird außerdem der „Fahlener Funke“ gebrannt. Ein bekömmlicher und nicht sehr starker Wodka, der aus Getreide destilliert und mit Milch gefiltert wird. Neben den wenigen Betrieben mit Brennlizenz wird munter schwarz gebrannt und ausgeschenkt. Die Obrigkeit duldet dies in harten Wintern, geht jedoch in guten Jahren streng dagegen vor, um das Recht und die Einnahmen aus den Steuern zu wahren.

Politik

Fahlen hält sich bereits seit Langem aus den politischen Ränken und Machtspielen der umliegenden Gemarkungen heraus. Es steht treu hinter der herrschenden Baronsfamilie und bezieht bei allen anderen Auseinandersetzungen keine Stellung. Das Getreidemonopol begünstigt dies, da keine der Gemarkungen sich offen gegen Fahlen stellen kann, da sonst damit gerechnet werden muss, dass die häufig bitter benötigten Getreidelieferungen ausbleiben und ein Importverbot seitens des Freiherren verhängt wird.

Durch die natürlichen Grenzen von Mithrasgebirge und Rhein stellt Fahlen ohnehin ein schwer angreifbares Ziel dar.

Militär

Durch das Kriegsdienstorganisationsedikt seiner Hochwohlgeboren Romarik Aurora von Tauenrank, Baron von Schwingenstein, im Jahre 10 Viviane unterhält Fahlen nun dauerhaft eine Rotte aus fünf Bannerknechte der Blauröcke und einen Ventenar, für deren Sold die Famile von Fahlen aufkommt. Sollte der Heerbann ausgerufen werden, so wird aus den Hörigen und kriegsdienstschuldigen Bauern Fahlens das „Fahlener Dreschbanner“ als feudales Aufgebot zusammengestellt. Dieses Banner besteht traditionell aus Leichtgerüsteten, die alle mit eisenbeschlagenen Dreschflegeln ausgerüstet sind. Hierin zeigt sich wohl am Deutlichsten die Seele Fahlens. Zumeist tragen die Mitglieder des Banners statt einer Feder eine goldene Ähre am Barrett.

Feste Fahlenfels

Die Feste Fahlenfels steht an den Ausläufern des Mithralgebirges auf einer kleinen felsigen Anhöhe, umgeben von einem künstlichen Wassergraben und einem kleinen Seitenarm des Rhine. Sie stellt eine klassische Turmburg dar. Ihr Bild wird geprägt durch den hohen viereckigen Wohnturm, der im Volksmund aufgrund seiner Eulenpopulation auf dem Dachboden auch der „Eulenturm“ genannt wird. Diese Eulenpopulation auf der Stammburg derer von Fahlen ist zugleich auch Wappengeber der Familie. Umschlossen wird der Wohnturm von einer kleinen steinernen Mauer. Am Fuße der felsigen Anhöhe erstreckt sich die kleine Vorburg mit ihren Wirtschaftsgebäuden. Auch diese ist umgeben von einer steinernen Mauer, die mit einzelnen Türmchen durchsetzt ist. Betreten werden kann die Burg nur über eine schmale Verengung am Wassergraben, die durch eine Zugbrücke gesichert ist.

Somit ist der Stammsitz derer von Fahlen zwar recht klein und nicht sehr beeindruckend, doch auf seine Art trutzig und den Ansprüchen einer Feste genügend. Direkt vor der Burg an den Ausläufern des Seitenarms des Rhine und am felsigen Hang des Mithralgebirges liegt die Stadt Fahlenfels, die sich im Laufe der Jahre im Schatten der Burg entwickelt hat. In Zeiten des Krieges und der Not wird den Bewohnern im Inneren der Fahlenfeste Schutz gewährt.

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