Schwingenstein ist die westlichste Provinz des Königreiches Galladoorn und zugleich die jüngste. Lange Zeit war Schwingenstein ein Spielball der Kräfte im Grenzgebiet zwischen Galladoorn und Kharkov, und gehörte als Grafschaft Schwingenstein mal zu Kharkov oder als Baronie Schwingenstein mal zu Galladoorn. Innnerhalb weniger Jahrhunderte wechselte Schwingenstein so mehrmals den Herrn und das Land wurde mehr und mehr heruntergewirtschaftet. Im Jahre 15 Albrecht, das Jahr 681 kahrkovianischer Zeitrrechnung, spaltete sich die damalige Grafschaft Schwingenstein vom Zarentum Kharkov endgültig ab und schaffte es, nach dem furiosen Sieg über die zaristischen Truppen in der Schlacht am Monjka-Pass, über einhundertsechszehn Jahre autark zu bleiben. Dann, im Jahre 37 Erion, starb der alte Graf Ivan vom herrschenden Geschlecht der Grafen von Schwingenstein. Er vererbte seiner Tochter Elenore von Schwingenstein Land und Titel. Sein letzter Wunsch war es, dass seine Tochter Schwingenstein dem blühenden Königreich Galladoorn angliedern solle, da man auf Dauer die Souveränität gegenüber Kharkov nicht bewahren könne. Kharkov, daß in dieser Zeit von Orks heimgesucht wurde, wurde von Seiten der galladoornsichen Krone ein starkes Heer unter dem ersten Ritter der Krone zugesichert, wenn Kharkov sich bereiterklären würde endgültig auf Schwingenstein zu verzichten. Die Zarin war einverstanden und Schwingenstein wurde letztendlich als die damals sechste Baronie in den Reichsverband Galladoorns integriert.
Schon vor der Abspaltung von Kharkov wurde die Provinz von der Familie von Schwingenstein regiert. Der Herrschaftsanpruch der Familie erstreckte sich über viele Jahrhunderte. Doch nachdem Elenore von Schwingenstein sich im Jahre 2 Viviane mit dem zukünftigen Herzog von Kranichfeld verlobt hatte, ging der Herrschaftsanspruch der Familie von Schwingenstein verloren. Die Schwester der Baronin, Karolina von Schwingenstein, sowie deren Cousine Isabella von Schwingenstein, damals Baronin von Waldbrunn, verzichteten auf den Anspruch, so daß das Lehen Ende 2 Viviane an die Krone zurückfiel. Der ehemalige Vogt von Schwingenstein, Romarik Aurora von Tauenrank, wurde von der Königin Viviane von Eichenhain zum Kronvogt von Schwingenstein ernannt. Die Residenz der Familie von Schwingenstein war seit jeher die Feste Burg Schwingenstein. Das mächtige, archaische Gemäuer erhebt sich etwas außerhalb von Taveresk im Norden Schwingensteins. Die Burg thront auf dem hoch aufragenden Berg Tantiev, so daß sie noch weithin für jedermann sichtbar ist. Der Berg selber ist von Höhlen durchzogen in denen Scharen von Fledermäusen hausten, die, wie die Legende behauptet, der Familie von Schwingenstein einst ihren Namen gaben. Die Burg, die auch das Zentrum des Freiherrentums Schwingenstein war, er ehemaligen Machtbasis der Familie von Schwingenstein, besetzte nach dem Tod Karolinas von Schwingenstein, der eigentlichen Erbin des Familienbesitzes, die Burg und nahm sie, unter der Behauptung Burg und Freiherrentum nur für die letzte noch lebende Erbin, Isabella von Schwingenstein, zu verwalten, dieser letztlich weg und annektierte den Besitz. Mittlerweile hat der Kronvogt veranlaßt mehrere der Höhlen im Berg Tantiev zu Kellern auszubauen und nutzbar zu machen.
In Schwingenstein gibt es drei größere Städte, namentlich Taveresk, Pavlodar und Wolkenstein, die identisch mit den Zentren von dreien der vier alten Freiherrentümer Schwingensteins sind. Die restlichen Lehen verbleiben oftmals auch im Besitz der jeweiligen mit der Verwaltung beauftragten Familie. Während der Dunklen Nacht im Jahre 39 Erion und des darauf folgenden Krieges kamen viele Lehensnehmer der Baronin von Schwingenstein ums Leben und viele Lehen sind noch nicht endgültig neu belehnt. Als das Verderben über Galladoorn hereinbrach, wurde weite Teile der Baronie Schwingenstein verwüstet. Ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht und die Ernten vernichtet. Hunderte Menschen starben in jenen Nächten und noch viele in den Nachwirkungen des Zusammenbruchs. Sogar die Natur selbst war krank und feindselig geworden und die Wälder waren ein schrecklicher Ort geworden, der Angst in den Köpfen der Menschen erweckte. Die Obrigkeit, mit der energischen und entschlußfreudigen Baronin Elenore an der Spitze, reagierte schnell und versuchte zu retten was zu retten war . Die schnell zusammengestellte Bauermiliz sicherte zuerst die Städte und die Reichstraße, späterer auch weitere Handelsrouten innerhalb der Provinz. Der Ausfall des größten Teils der Ernte erwies sich als katastrophal. Ohne die Lebensmittellieferungen aus verbündeten Länder Galladoorns wären wesentlich mehr Menschen im ersten Winter nach der Zerstörung verhungert. Doch dann begann mit neu erwecktem Eifer und Lebensmut der Wiederaufbau. Doch schon bald fiel ein Schatten auf die Begeisterung des Wiederaufbaus. Eine Gruppe, die sich Die Alte Ordnung nennt, enthüllte ihre Existenz durch verschiedene heimtückische Attentate. Wer oder was genau die Alte Ordnung ist weiß niemand genau. Fest steht, daß es eine Gruppe Rebellen, Aufrührer und Unruhestifter ist, die nun bereits zwei Attentate auf die Baronin verübt haben. Nach einer Vergeltungsaktion galladoornischer Truppen, mit beilsteinischer Unterstützung, in der ein größeres Lager der Rebellen zerstört un viele Aufständische getötet wurden, wurde es ruhig um die Alte Ordnung, doch man vermutet, daß sie noch existiert und sich im Untergrund auf die neue Situation in der Provinz einstellt. Mit dem Edikt von Nuvemburg wurde auf alle Aktivitäten die den Zielen der Alten Ordnung dienlich sein könnten die Todesstrafe verhängt. Im Jahre 6 Viviane verübt die Alte Ordnung einen Anschlag auf das Leben des neuen Barons von Schwingenstein innerhalb der Mauern von Königsstolz. Die Hintermänner konnten jedoch nicht gefasst werden. Dennoch beweist dieser Anschlag, dass man mit der Alten Ordnung immernoch rechnen muss.
Im Februar des Jahres 5 Viviane erhob die Königin den Kronvogt Romarik von Tauenrank zum Baron von Schwingenstein und vergibt das Lehen als Erbe an das Haus Tauenrank. Seitdem betreibt Baron Romarik von Tauenrank mit unermüdlichen Eifer des Wiederaufbau der Baronie und forciert den Anschluss an das Königreich. Im Jahre 8 Vivane überlebt der Baron einen Bombenanschlag auf der Insel Vykolos, der ihn schwer zeichnet. Der Baron ist nicht mehr in der Lage zu Kämpfen. Zu schwer sind seine Verletzungen, die ihn unter anderem dazu zwingen sein entstelltes Gesicht unter einer goldenen Maske zu verbergen. Doch auch diese Entstellung hindert die Minnedame Romariks, Marie-Danielle de Villaret, Provinzherrin von Boismont in der Freigrafschaft Duree-Caresse, nicht daran, sich immer näher an das Herz des Barons vorzuarbeiten, und so oftmals an der Seite des Barons zu sehen ist. Im Jahre 10 Viviane wurde mit dem Kriegsdienstorgansationsedikt die Reform des Heerwesens Schwingensteins an die rechtlichen Vorgaben der Krone Galladoorns abgeschlossen. Mittlerweile steht nicht mehr der gesamte Adel der Baronie bedingungslos zu Romarik. Gerade Adels der südlichen Provinzen der Baronie, mit dem Freiherren Gottfried von Tannenbrand an der Spitze, neiden Romarik des Rang eines Barons und hinterfragen im Stillen seine Berechtigung für das Amt des Barons, da er vom selben Range wie die anderen alten Adelsfamilien sei, und nur die für die Unzufriedenen unverständliche Entscheidung ihrer Majestät Viviane von Eichenhain, ihn zu dem gemacht habe, was er nun sei. Auch kritisiert der sogenannte Pavlodarer Bund Romariks Führungsstil und seine Entscheidungen als unbefriedigend und unzureichend. Noch ist es nicht zu einem offenen Aufstand gekommen, da gerade der jüngere Adel, der von Romarik teilweise selbst eingesetzt wurde, treu zu ihrem Gönner steht.
OT: Das Spiel in Schwingenstein ist stark hierarchisch organisiert. Die zentrale Spielgruppe der Baronie Schwingenstein ist die Druschina (“Kriegsgefolge”) des Barons Romarik Aurora von Tauenrank (Björn S.). Diese Gruppe ist auch die größte, geht zusammen auf Cons und vereint alle anderen, untergeordneten, bespielten Gruppen in Schwingenstein miteinander. Die untergeordneten Gruppen sind allerdings völlig autark und spielen auch unabhängig von der Einberufung der Druschina, so dass nicht jedesmal 30 Leute und ein Hochadliger mitzuschleifen sind. Zu diesen Gruppen zählen derzeit die folgenden:
- Die Jäger der Brockenmark und die damit verbandelte Geheimpolizei Bärentatze unter dem Bojaren Tariq von Wallstätt (Björn G.)
- Die Schwingensteinischen Magier unter dem Magius Ordinarius (Hofmagier) Sustineo (Kai V.)
- Der Kult der Meret unter der Hohepriesterin Cataja Na’Kesha Baranowskij (Susi S.)
- Die Blauröcke unter Ventenar Anselm Köhler (Björn S.)
- Das 1.Schwingensteinische Gardebanner unter dem Bojaren Uljanov Kalitsa von Tharant (Jan-Hendrik S.)
- Der sogenannte Bewährungstrupp aus Jägern und Blauröcken unter dem gefallenen Edlen Rados von Brocken (Björn G.),
- Die Sommburgische Feldartillerie unter Ventenar Ailek Marelovik (Alex P.)
- Das Rittergefolge des Herr Caidrach Karlesce von Trutzwald, Landvogt zu Eichingen (André L.).
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