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Die Jäger der Brockenmark

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Allgemeines Über die Jäger der Brockenmark:

"Für all jene, die sich berufen fühlen sich als Jäger der Brockenmark ausbilden und formen zu lassen, sei folgendes gesagt: Dies ist nicht nur eine Berufung, sondern eine Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung Schwingensteins." – Vykos von Brocken, verstorbener Landvogt zu der Brockenmark

Die Jäger sind seit jeher das traditionelle Aufgebot des Landvogts der schiwngenstenischen Provinz "Brockenmark". Der verstorbene letzte Landvogt der Gemarkung, Vykos von Brocken, lies seinen Leuten, mit finanzieller Unterstützung des Barons von Schwingenstein, eine neuartige, erweiterte Ausbildung zukommen, die die Effizienz der brockenschen Jäger deutlich erhöht werden sollte soll. Dabei vermischen sich die einheimischen, traditionellen Lehren mit Erkenntnissen aus Tombrien, die der Chefausbilder der Jäger, der geheimnisvolle Tariq al’Alaf in die Ausbildung einbringt. Innerhalb der Jäger gibt es eine klare Hierarchie und eine klare Aufgabenverteilung. Dies ist, weil es der gewöhnten Freiheit eines Jägers eigentlich absolut entgegensteht, einer der Hauptunterschiede zwischen regulären Jäger und Jägern der Gemarkung Brockenmark.

Um als Jäger in Brockenmark ausgebildet werden zu können, sind einige Grundvorrausetzungen von Nöten. Als erstes Mal muss der Anwärter schwingensteinischer Abstammung sein. Dann muss seine Familie in der Gemarkung Brockenmark beheimatet sein. Darüber hinaus sollte er über grundlegende geographische Kenntnisse und über einen ausgeprägten Orientierungssinn verfügen.

Mit der Aufnahme zu Ausbildung hat der Anwärter einen Treueschwur auf Schwingenstein, den Baron, und die Krone Galladoorns zu leisten. Dieser Schwur kann erst durch das Ableben des Jägers gelöst werden.

Da seit einiger Zeit verstärkt Aufgaben von den Jägern aus Brockenmark durchgeführt werden, die sich über das gesamte Gebiet Schwingensteins erstrecken, ist die Vorraussetzung der Beheimatung der Familie in der Gemarkung Brockenmark vom Landvogt ausgesetzt worden.

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Die Aufgaben des Jägers:

„Hier sei zu erwähnen das die Jäger zwar von dem jeweiligen Herren der Brockenmark bezahlt, ausgebildet und befehligt werden, aber ihre Dienste natürlich hauptsächlich Reich und Krone zu Gute kommen, weniger dem Eigennutz des Herren der Brockenmark selber dienen.“ – Tariq al’Alaf, Anführer der Jäger in der Brockenmark


Hierzu zählen:

  • Forstarbeiten der Region
  • Jägerei
  • Späherdienste
  • Kurierdienste
  • Unterstützung und Zuarbeit der örtlichen Miliz

Im Kriegsfall gilt sofortiges Melden im Landhaus des Landvogts oder in der Burg Schwingenstein. Je nach Lage werden Jäger als Unterstützung der kämpfenden Truppen als Späher oder Bogenschütze eingesetzt. Dies entscheidet der Landvogt selbst und gibt die Aufgaben weiter. Sollte dies aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, unterstehen die Jäger dem Befehl des Barons, den Rittern oder Bojaren Schwingensteins oder dem Obristen des schwingensteinischen Heerbannes.

Für interessierte Spieler sei gesagt, dass jeder Jäger der diese Ausbildung durchlaufen hat eine gewisse, geistige Konditionierung erfährt. Dadurch sind jedem Jäger Magier und magische Effekte mehr als nur suspekt. Fast fürchtet er sie sogar, auch wenn die entsprechende Person sich dies mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht anmerken lassen würde. Des Weiteren entwickeln die Jäger einen fanatischen Patriotismus zu Schwingenstein und dem Baron.

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Die Ausbildung der Jäger:

"Die Ausbildung der Jäger ist nicht zeitlich begrenzt, sonder vom Lernvermögen und Verständnis des einzelnen Anwärters und seinen Fortschritten in der praktischen Umsetzung des Gelernten abhängig." - Vykos von Brocken, verstorbener Landvogt zu der Brockenmark

Im Einzelnen lehrt die Ausbildung der Jäger folgende Themen:

  • Geographie Schwingensteins
  • Orientierung
  • Tierkunde
  • Kräuterkunde
  • Grundlegendes Wissen über medizinische Versorgung
  • Jagen
  • Umgang mit dem Bogen
  • Grundumgang mit dem Schwert
  • Lesen/Schreiben
  • Gehorsam
  • Loyalität

Die einzelnen Abschnitte der Ausbildung werden fast ausschließlich durch praktisches Training gelehrt. Es gibt keine zentrale Lehrstätte. Einzig der Unterricht im Lesen und Schreiben findet in speziellen Räumlichkeiten des Landhauses des Landvogts statt.

Der Anführer der Jäger, der legendäre Tariq al’Alaf, ein geheimnisumwobener Mann tombrischer Herkunft, der zu einem der wichtigsten GEfolgsleute des Barons Romarik zählt, begutachtet in unregelmäßigen Abständen die Ausbildung.

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Die Vergütung der Jäger der Brockenmark:

„Es sei bekannt, dass die Jäger selber keinen Lohn erhalten. Es sei ihnen auch untersagt anderweitig für ihre Arbeit eine Entlohnung zu verlangen.“ – Vykos von Brocken, verstorbener Landvogt zu der Brockenmark

Vielen Anwärtern fällt es schwer zu verstehen, dass man sich freiwillig in einen Dienst stellen soll, der scheinbar nicht vergütet wird. Doch der erste Eindruck täuscht. Die Vergütung der Jäger funktioniert nach einem verschachtelten System aus Adelsleistungen und Selbstversorgung. So muss sich zum Beispiel ein fertig ausgebildeter Jäger keine Gedanken um die Ernährung und Versorgung einer eventuellen Familie machen. Diese wird aus den Mitteln des jeweiligen Herrn der Brockenmark bezahlt.

Der Jäger selber hat das Recht für seinen Bedarf zu jagen, zu sammeln und zu tauschen. Per Dekret des Barons sollen die Jäger in der ganzen Baronie mit Wohlwollen und Entgegenkommen behandelt werden. Schon in Brockenmark gilt es seit jeher als Ehrensache einen Jäger bei sich zu beherbergen. Es wird nun versucht dieses Prinzip auf die ganze Provinz auszuweiten. Des weiteren steht einem Jäger letztens Endes immer eine Zuflucht auf dem Gut des Landvogts zur Verfügung.

Für die Familie eines Jägers, der bei der Ausübung seiner Pflicht die endgültige Erfüllung seines Schwurs, den Tod, erfahren hat, wird auch nach seinem Ableben bis zur Mündigkeit des ersten Sohnes, soweit vorhanden, gesorgt werden. Sollte kein Sohn vorhanden sein, wird die Familie eines verstorbenen Jägers mit den Mittel des Landvogts weiter versorgt, während gleichzeitig versucht wird, der Familie eine Zukunft zu geben. Die Unterstützung kommt hierbei nicht nur vom Landvogt, sondern auch von den anderen Jägern, die es als Verpflichtung ansehen der Famlilie eines gefallenen Jägers zu helfen, um ihren toten Kameraden zu ehren. Für Aussenstehende ist dieses Prinzip oft schwer zu verstehen.

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Der Eid der Jäger:

„Loyalität, Treue, Stärke, Ehrfurcht, Demut und Fürsorge sind die einzigen Grundfesten die ein Land im Krieg hat. An jene zu erinnern, ist die Aufgabe des Eides der Jäger, auf das sie nie vergessen.“ - Vykos von Brocken

„Dieser Eid ist kein Vertrag auf Papier. Er exisitert nur im Klang des gesprochenen Wortes zwischen den Gefährten eines Klüngels. Er aber wird nie vergessen werden. Papier mag vergehen, aber der Eid eines Jägers wird auf ewig bewahrt. Er ist eine Aufgabe der eigenen Seele.“ - Tariq al Alaf

Der Eid wird im Beisein eines Valerim, dem Klüngel, dem der Jäger angehört, und unter dem Banner des Aufgebotes der Brockenmark, gesprochen. Der Anwärter spricht jene Worte:

„Ich schwöre hiermit dem Baron, Schwingenstein und der Krone Galldoorns ewige Loyalität und Treue. Ich schwöre, Gehorsam gegenüber jenen, die mir der Baron als Hauptmann zu bestimmen gefällt. Ich schwöre durch meine Handlungen Schwingenstein niemals Schaden zuzufügen, denn das hieße, unsere Kräfte zu schwächen. Ich schwöre, dass ich kein Mitglied der Jäger der Brockenmark angreifen, verletzen oder töten werde, solange es nicht in Notwehr geschieht oder dieser als aus der Gemeinschaft ausgestoßen gilt. Ich schwöre, mich den Einflüsterungen von Daimones, Hexern, Nekromanten und ähnlichem, unnatürlichem Gezücht zu verwehren, noch werde ich deren Gegenwart erdulden, da ich so meine Gefährten und mein Volk in Gefahr bringen würde. Ich schwöre, dass ich die Werte, die Schwingenstein ausmachen, und die Ziele des Barons und der Krone Galladoorns, hochzuhalten und ihre Gesetze zu achten. Ich schwöre, jene als Feinde zu behandeln, die als Feinde des Barons, Schwingensteins oder der Krone Galladoorns gelten und jene als Verbündete zu behandeln die Verbündete des Barons, Schwingensteins oder der Krone Galladoorns sind. Ich schwöre, nur Anwärter auszubilden, die im Sinne dieses Eides handeln würden und werden. Für meine Anwärter und seine Taten bürge ich, wie ein Vater für seinen Sohn. Ich schwöre, dass ich meine Anwärter mit aller Fürsorge und Respekt behandeln werde, die ihnen als Bürger Schwingensteins und des Reiches zusteht. Ich schwöre, dass, sollte sich einer meiner Anwärter gegen den Baron, Schwingenstein oder die Krone Galldoorns wenden, dass ich der erste sein werde, der ihn niederstreckt und der Gerechtigkeit überantwortet. Ich fordere, im Falle eines Bruchs dieses Eides aus dem Dienst der Brockenmark ausgestoßen zu werden. Wenn ich ausgestoßen bin, so bitte ich meine Gefährten, mich zu finden und zu erschlagen, damit mein Leben nicht in Würdelosigkeit und Niedertracht fortgesetzt werde."

Die anwesenden Jäger, soweit sie dieses auch bereit sind zu schwören, antworten: „Und dieses werde ich tun.“

Dann führt der Eidsprecher fort: „Wehe dem, der mich versucht diesen Eid zu brechen. Und wehe mir, wenn ich der Versuchung erliege."

Der Valerim spricht, mehr für die Umstehenden: „Niemand fragt, wie lange ein Jäger diesen Weg gehen wird. Nur eines erfragt Schwingenstein von einem Jäger: Hast Du den nötigen Mut und die Loyalität um Schwingenstein und seinen Baronen zu dienen?"

Der Eidsprecher antwortet: „Ja, das habe ich.“

Der Valerim beendet den Eid mit den Worten: „Dann heiße ich dich in unseren Reihen willkommen, Jäger der Brockenmark. Vergiss nie, was du hier unter Zeugen geschworen. Und vergiss nie, wer über das Land wacht, dass deine Heimat ist, und wer deine Familie ernährt!“

Damit ist der Eidsprecher entlassen und darf mit den Gefärhten aus seinem Klüngel seine Erhebung feiern. Erst mit diesem Schwur wird der Anwärter ein vollwertiges Mitglied der Jäger und erntet nun erst das volle Vertrauen zu dem ein Klüngel fähig ist. Das blinde Vertrauen der Jäger untereinander, das auf diesem Eid beruht, befähigt die Jäger zu ihren aussergewöhnlichen Leistungen, die sie zu dem gemacht hat, was sie heute ist.

„Dieser Eid entstand aus den Reihen der Jäger selbst. Niemand zwang sie dazu und keine Obrigkeit musste ihn je einfordern.“ - Rados von Brocken

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© Gilde der Drachenreiter e.V. - letzte Änderung am: 05.11.2009