Zigeuner – Das fahrende Volk Kharkovs

Von den Zigeunern kannst du für einen Kupfer das Glück kaufen.
Du bekommt eine Schachtel. Diese muss du immer bei dir tragen, darf sie aber niemals öffnen.
(kharkovianischer Aberglaube)

zigeuner

 

Allgemein

In Kharkov leben einige Zigeunersippen. Besonders zahlreich sind sie in Gebieten zwischen den größeren Städten entlang der Laja. Die Zigeuner leben schon lange in Kharkov und profitieren aus der zentralen Lage des Landes. Oft reisen sie von Kharkov in Richtung Vallconnan, Etraklin, Galladoorn oder Wenzingen. Die Zigeuner sind in kleinere Sippen aufgeteilt. Eigentlich sind sie alle untereinander verwandt, aber trotz allem haben sie unterschiedliche Bräuche und Sitten. Seit gut einem Jahr haben sich auch einige Sippen aus Kirson in Kharkov niedergelassen.

Das fahrende Volk ist in Kharkov hoch angesehen, da man zu schätzen weiß, dass die Zigeuner nicht nur für Freude sorgen, dort wo sie auftauchen, sondern weil sie auch die Geister des alten Kharkovs verehren und sich an die alten Sitten auch noch heute halten.
In den Städten werden die Zigeuner, zwar gerne bei Festen aufgenommen, jedoch begegnen die Menschen ihnen stets mit Respekt und manchmal auch Furcht, hat man doch sehr viel Angst davor einen Fluch der Zigeuner auf sich zu ziehen. Bei den Adeligen sind die Zigeuner sehr beliebt, so kommt es öfters vor, dass sich ein Zigeuner von seiner Sippe trennt, um für ein Adelshaus zu arbeiten. Besonders beliebt sind Zigeuner, die akrobatisch begabt sind oder die Zukunft voraussagen können. Gerade seit dem der neue Zar eingesetzt wurde, sind die Zigeuner gern gesehene Gäste an den Höfen.

Die Zigeuner Kharkovs sind typisch für ihre Zunft  und sehr auffällig gekleidet. Sie tragen bunte Kleidung, klimpernde Münzen, auffälligen Schmuck und Schminke im Gesicht. Sie sind nicht sesshaft und reisen das ganze Jahr über mit ihren Planwagen von einem Ort zum anderen.
Es kommt auch vor, dass einige wenige von ihnen Magie besitzen, doch tritt dies eher selten auf. Denn die Gabe der Magie ist nur in dem Blut der alten Linien enthalten, davon gibt es nur noch wenige Menschen.

Die Tsutarer

Die Tsutarer gehören zu einer der größeren und ältesten ansässigen Zigeunersippen in Kharkov. Es existieren drei große Familien, die sich in ganz Kharkov verteilen. Sie sind jedoch eng miteinander verwandt und teilen die selben Bräuche. Sie sind erkenntlich an einem Symbol, dass jeder Tsutarer bei seiner Initiation als Stammeszugehörigkeit tätowiert bekommt. 

Diese drei Familien treffen sich einmal im Jahr zum Familienfest in Ianarkund. Zu derselben Zeit versammeln sich dort die Nomadenstämme der Steppe. Dies zeigt wie verbunden sich die Tsutarer den Nomaden fühlen und man geht davon aus, dass sie eigentlich von ihnen abstammen.

Die Tsutarer glauben an altüberlieferte Bräuche, die sich sehr von den anderen Zigeunerstämmen unterscheiden. Sie sprechen eine eigene Sprache und sie glauben nicht an die Götter, die im allgemeinen in Kharkov angebetet werden. Sie beten ein Götterpantheon an, wobei hier eine Schicksalsgöttin die wichtigste Rolle übernimmt. Außerdem opfern sie den Seelen, damit diese ihnen freundlich gewogen sind und sie beschützen. Die Tsutarer glauben außerdem daran, dass jedem Menschen bei ihrer Geburt ein Seelentier von den Seelen zugeteilt wird. Diese werden Lir genannt. Während der Initiation des jungen Menschen zum Erwachsenendasein kann es geschehen, dass ein Tsutarer, der die alte Kraft in sich trägt, sich mit seinem Lir verbindet. Diese Menschen haben nach der Initiation die Gabe mit ihrem Lir in Kontakt zu treten und dieses Seelentier weicht dann kaum mehr von seiner Seite. Doch heute gibt es nur noch selten Tsutarer, die diese alte Gabe besitzen.

Die St. Growanescou

Die Growanescous sind eine kleine Sippe. Sie stammen von dem Bojaren Stepjan Growanescou ab. Dieser Bojar wurde vor langer Zeit zum Heiligen ernannt, da er gegen das Böse in seinem Land kämpfte. St. Stepjan verlor angeblich durch einen Fluch sein Land und seitdem sind auch seine Nachfahren landlos und ziehen wie alle Zigeuner durch die Lande. Viel weiß man nicht von den St. Growanescous, jedoch wird gemunkelt, dass der Fluch von Stepjan Growanescou noch heute auf seinen Nachfahren lastet und dass sie, seit der Zeit ihres großen Vorfahren, von dem Bösen verfolgt werden. Angeblich müssen sie seitdem gegen das Dunkle kämpfen, um zu überleben. Dies scheint auch der Grund zu sein, warum die Sippe relativ klein ist. Außerdem werden ihnen große magische Fähigkeiten zugerechnet. Aufgrund dieser Gerüchte halten sich die Menschen in Kharkov weitestgehend von den Growanescous fern oder zollen ihnen Respekt, sollten sie denn einen von ihnen erkennen können.

stgsMitglieder der Familie St. Growanescou

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