Ausgabe 9

– Ausgabe 9 –

im 4. Monat des Jahres 3 nach Viviane

Alanna von Leuenfels im Kreise der Ritterschaft aufgenommen

Am zwölften Tage des vierten Monats im dritten Jahre der Regentschaft unserer lieblichen Königin Viviane von Eichenhain war es endlich einmal wieder soweit: Die Ritterschaft, Würdenträger und Adel trafen sich in der Kronmark, um dem Ritterschlage der jungen Knappin Alanna von Leuenfels beizuwohnen.
Ihre Majestät Königin Viviane begrüßte Fürst Galan von Leutern mit seiner Gattin Leonora und den beiden Kindern, Than von Dorheyn Baron von Tron die Kronvögte Sadric von Dornengrund, Jergan Pfadwächter und Romarik von Tauenrank, Reichsritter Hubert von Sternenschlucht, die Herren Ritter Eyke von den Marschen, Leomar von Falkenberg, Richard von Falkenstein, Freiherr Atrion Neritias von Zwingern und Freifrau Laurin Vivian von Leutern. Außerdem wohnten seine Spektabilität Zendijin von Rosenhain mit einigen weiteren Magiern der Zeremonie bei. Und auch von der Gemeinschaft des Drachen waren Prior Eorim vom Kloster Drachenfels und Prior Irian Gorbas vom Kloster Wegeswacht anwesend. Neben dem Rittervater der Knappin, Sigfrid von Eichengrund aus Beilstein mit Gefolge, waren zahlreiche Ritter und Adlige aus dem befreundeten Ausland zu Gast, um dieses denkwürdige Ereignis mitzuerleben. Dazu zählten Gottfried von Greifenstein, Fürst zu Löwenstein, Kurfürst Allerlands; Ritter Leomar von Löwenstein; Jagna Boryna, Hochpriesterin der Meret. Weiterhin Ritter Baldur von Hohendorn, Ritter Quentin von Arkenau, Ritterin Karrrigan von Wiesenthal aus Beilstein, Reichsritter Fabius vom Greifenstein und Ritter Richard Arnsberg aus dem Bornlande.
Nach der Prüfung durch Prior Eorim und Prior Irian Gorbas und einer Zeit der Buße, trat die Knappin Alanna im schlichten, weißen Gewand vor die Königin und bat um den Ritterschlag.Ihr Rittervater und auch Ritter Leomar von Löwenstein aus Beilstein und Fürst Galan sprachen für sie und betonten, dass sie sich in den vergangenen Monaten und Jahren durch ihre Taten als würdig erwiesen hat, die Ehre und Bürde des Ritterschlags auf sich zu nehmen. Die Königin erkannte diesen Wunsch als rechtmäßig an und so erhielt die Knappin ihre Rüstung, Schild und Schwert von ehrwürdigen Rittern überreicht. Anschließend wurde sie von ihrer Majestät Viviane von Eichenhain mit ihrem neuen Schwert zur Ritterin geschlagen. Somit ist sie zurzeit einzige weibliche Ritterin des Landes Galladoorn.
Doch gibt es bereits weitere weibliche Knappen, die in ihre Fußstapfen zu treten gedenken. Sowohl Ritter Eyke als auch Ritter Leomar bilden Knappinnen in ihrem Gefolge aus. Nach dem Ritterschlag von Alanna von Leuenfels wurden ihr und dem Ritter Leomar von Falkenberg durch ihre Majestät Lehen in der Kronmark verliehen. So zeichnet Ritterin Alanna nun verantwortlich für die Gemarkung Leuenfels, wo sie bereits vor dem Angriff der Dunklen in einer Schwesternschaft lebte. Ritter Leomar erhielt die Gemarkung und den Bezirk Dornja in seine Verantwortung. Ritter Hubert von Sternenschlucht nahm einen neuen Knappen in seinen Dienst. Dann endlich gab es bei dem traditionellen Mahl mit Brot, Wurst und frischem Gemüse, Gelegenheit zum Austausch und diplomatischen Verhandlungen. Bevor man zum inoffiziellen Teil mit Tanz und Plausch überging, beauftragte Königin Viviane zahlreiche Galladoorner unter Führung des Ritters Leomar von Falkenberg dem befreundeten Lande Gleystoke zu Hilfe zu eilen. Dort klagt man seit einiger Zeit über unheimliche Vorkommnisse. Ihre Majestät erhofft sich auf diese Weise, dauerhafte diplomatische Beziehungen zum Lande Gleystoke aufbauen zu können. [sim]

Chaos in Heligonia

Hilfslieferungen bringen Schreckliches ans Tageslicht
Nicht lange ist es her, da lag unsere geliebte Heimat in rauchenden Trümmern, zahllose Tote waren zu beklagen und in der Bevölkerung herrschten Hunger und große Not. Zwar sind die Zeiten noch immer hart, und gerade der Winter bringt viel Leid über das Volk, doch scheint der Große Drache seine schützende Hand über uns zu halten und es gibt Hoffnung, nicht zuletzt wegen der unermüdlichen Anstrengungen der Krone und des Adels. Zu leicht vergisst man in solchen Zeiten, den Blick über die Landesgrenzen hinaus zu erheben und überhört die Hilferufe der Bedürftigen anderer Länder. Löblich also, dass im kalten Mond der Herr Leomar von Falkenberg beschloss, einem Hilfegesuch des heligonischen Fürsten Batar zu folgen, der Schild und Schutz für Nahrungsmittellieferungen benötigte. Denn auch in Heligonia hatte der harte Winter Tribut gefordert und eine ganze Baronie, die Niederlormark, vom Rest des Reiches abgeschnitten. Keine Nachricht hatte den Rest des Landes erreicht, und so war man begierig, den Eingeschlossenen zu Hilfe zu eilen. Der Weg durch die Wildnis zog sich mehrere Tage dahin, hatten Sturm und Eis so manche Straße stark beschädigt. Doch nicht Wetter oder gar Wegelagerer waren das größte Unbill, mit dem der Tross zu kämpfen hatte. Nein, gänzlich ungewohnt für den an galladoornisches Militärwesen gewohnten Beobachter schien sich kaum einer an die Befehle des mit der Führung beauftragten Freiherren Ansgar halten zu wollen. Kaum waren drei Gemeine auf einem Fleck, gab es ganz sicher einen unter ihnen, der sich befähigt fühlte, den anderen Befehle zuzurufen, und so gab es fast mehr Befehle als Blätter vom letzten Herbst auf dem Waldboden lagen. Nun muss der geneigte Leser sich vorstellen, dass das heligonische Feudalsystem sich von dem unsrigen in einigen Punkten unterscheidet. Der Titel des Freiherrn im Lande Heligonia entspricht dem Titel des Fürsten im schönen Galladoorn. Um so empörender also der Mangel an Disziplin, den die zum größten Teil von den Nordmännern abstammenden Söldner zeigten!
Spät am Abend an einer Burg angekommen, beschloss man, sie als Ausgangspunkt für die Hilfslieferungen in die umliegenden Dörfer zu nutzen und bezog Quartier. Das erste Treffen mit dem Verwalter der Burg verlief überraschend. Nicht nur, dass eben jener Vogt sich mit vier Weibsbildern auf dem Bette räkelte, die er als Geweihte des Helios vorstellte (für den geneigten Leser: der oberste Gott Heligonias, Gott der Sonne und des Rechtes), er verkündete auch, er sei nach dem Tod des alten Vogtes, von der Burgbevölkerung GEWÄHLT worden und würde nun regieren. Der Freiherr entschied, ihn trotz allem fürs erste anzuerkennen. Aber die Dinge auf dieser heligonischen Burg sollten sich noch weitaus seltsamer entwickeln. Schon am nächsten Morgen begannen die vier Beraterinnen des Vogtes, einige der Männer mit einer seltsam riechenden Substanz zu besprühen, die sie ihnen zugetan sein ließ. So betört beschloss der Führer eines Nordmannrudels, den Vogt im Zweikampf zu töten, um selbst an seiner Stelle zu herrschen. Angeführt von Ritter Leomar war die Rückeroberung der Burg jedoch nicht schwer zu bewerkstelligen. Allein, der Freiherr Ansgar war in der Zwischenzeit unter den Einfluss der Vier geraten. Selbstverständlich war es nun das erste Ansinnen jedes rechtschaffenen Mannes, den schändlichen Einfluss dieser vier falschen Priesterinnen zu brechen. Und wiederum wurde der große Unterschied zwischen den Sitten und Gebräuchen Heligonias und den unsrigen offenkundig. Man begann die unter den Einfluss der Vier geratenen Ritter, denn um solche handelte es sich ausnahmslos, von hinten niederzuschlagen, um sie verschnürt in einem alten Lagerraum festzuhalten. Nur das beherzte Eingreifen des Ritter Leomar vermochte zu verhindern, dass man dem Freiherrn eine ähnliche Behandlung angedeihen ließ. Voller Empörung über dieses Vorgehen erwirkte der Herr von Falkenberg nun die Erlaubnis, die Vier festzusetzen, auf dass sie nicht noch mehr Schaden anrichten konnten. Noch bevor dieser Beschluss jedoch in die Tat umgesetzt werden konnte, brach eine der Burgmauern auf, und heraus strömten aufrecht gehende Wesen, menschengroßen Insekten gleich. Obgleich schwer verwundet, stand der Ritter Leomar auch hier wieder in erster Schlachtreihe, während sich die verbliebenen Nordmannsöldner im Schutze der Treppe herumdrückten.
„Ach hätte ich doch einen Landsknecht für zehn von denen!“ soll man den Herrn von Falkenberg murmeln gehört haben, bevor er durch einen gewagten Ausfall die Schlachtreihe der Wesen ins Wanken brachte und den wenigen nachrückenden Kämpfern so das Überrennen der Feinde ermöglichte. Als leuchtendes Beispiel soll an dieser Stelle der Ordo Pacis Eternae erwähnt werden, der, obgleich eine Gemeinschaft von Priestern, doch stets tapfer an der Seite des Ritters stritt, wenn sich die versammelten Söldlinge schon längst wieder zurückgezogen hatten. Zumindest eines, das an die Heimat erinnerte, denn auch in unserem schönen Land sind die Defensoren der Gemeinschaft stets ein Vorbild an Tapferkeit und Standhaftigkeit in der Schlacht. Der geneigte Leser aber möge sich die Erfahrungen der Herrn von Falkenberg zu Herzen nehmen, so er eine Reise ins Ausland plant. Denn es ist doch nirgendwo so gut wie Daheim. [ah]

Lady Claramaries Lebensrat

Liebe Lady Claramarie, wir führen ein harmonisches Familienleben, dem adeligen Stande meines Gatten angemessen – doch nun weigert sich unsere Tochter, den Mann zu heiraten, dem sie bereits seit langem versprochen ist. Ihr Vater hat sogar bereits alle Verhandlungen mit der Familie des jungen Mannes von angemessenem Stande abgeschlossen. Was sollen wir nur tun? Jetzt eröffnete sie uns, dass sie beabsichtigt, niemals zu heiraten, sondern statt dessen eine Ausbildung anstrebt – dies ist absolut inakzeptabel!

Hochverehrte L. aus Z.,
die jungen Menschen von heute beugen sich nicht mehr so leicht den Wünschen ihrer Eltern – sie haben einen eigenen Kopf, sogar die Mädchen. Redet mit Eurer Tochter. Vielleicht erklärt sie sich mit einem längeren Auslandsaufenthalt einverstanden, um vielfältigste Erfahrungen zu sammeln – und nach einer Kennlernphase ist sie dann möglicherweise auch bereit, den Mann zu heiraten, der Euch angemessen erscheint. Doch ich rate Euch, lasst ihr dafür noch ein wenig Zeit. Möge der Große Drache mit Euch sein!

Eure Lady Claramarie

Gesandschaft gelingt Grossartiges in Gleystoke

Gezeichnet von den Strapazen der langen Reise, aber unverhohlenen Stolz in den Augen, so konnte man die Mitglieder der vor einigen Wochen ins Lande Gleystoke aufgebrochenen Gesandtschaft in ihre Heimat zurückkehren sehen.
Unter der Führung des Herrn Leomar von Falkenberg waren viele namhafte Persönlichkeiten des Reiches aufgebrochen, in Gleystoke einen bis dahin nicht näher benannten Auftrag von höchster Wichtigkeit zu erfüllen. So entsandte die Krone den Kronvogt von Waldbrunn, Jergan Pfadwächter und den Kronvogt von Schwingenstein, Romarik von Tauenrank, nebst Gefolge ebenso wie Gavin von Starken, den Herold unserer geliebten Majestät. Die galladoornische Magierschaft repräsentierte niemand Geringerer als seine Spektabilität Zendijin von Rosenhain höchstselbst, unterstützt von den Geschwistern Thyrion und Yezana Rocass und einigen Novizen. Auch an Unterstützung der Gemeinschaft des Drachen fehlte es den Reisenden nicht, Defensor Lukas vom freien Feld übernahm die Sorge für das Seelenheil der Gesandtschaft, begleitet von einem Novizen aus Drachenfels und einer Laienschwester aus Wegeswacht. Den größten Anteil an der Gesandtschaft jedoch stellte die Schar der Ritter.
Neben dem schon erwähnten Ritter Leomar von Falkenberg mit seiner Knappin Isabella, dem unsere hochverehrte Königin die Führung der Gesandtschaft übertragen hatte, hatte es sich auch der Herr von Sternenschlucht, Ritter des Reiches, nicht nehmen lassen, an dieser gefahrvollen Reise teilzunehmen. Auch der Herr Eyke von den Marschen mit seiner Knappin Laeona und die gerade zur Ritterin geschlagenen Alanna von Leuenfels brannten darauf, ihren Mut und ihre Tapferkeit für die Belange des Reiches einzusetzen. Doch noch immer nicht genug der bedeutenden Namen. Großes Entzücken wird die Nachricht in Rabenmund auslösen, dass die Ritterin von Leuenfels beschloss, den Adoptivsohn des geschätzten Fürsten Kolon, den jungen Hektor, zum Knappen zu nehmen. So war neben der Dame Elisa von Zwingern, die den Herrn von Rosenhain begleitete und Timotheus von Tron, wie immer tapfer an der Seite des Herrn von Sternenschlucht zu finden, ein weiterer der jungen Menschen vertreten, auf deren Schultern die Hoffnung für die Zukunft unseres Landes liegt.
Seltsames nun berichteten die Heimkehrenden von ihren Erlebnissen. Man hatte wohl auf einer Burg Unterkunft genommen, deren Betreten zur Beteiligung an einem Spiel verpflichtete, in dessen Verlauf unterschiedlichste Aufgaben und Prüfungen zu bestehen waren. Doch nicht genug damit, die Burg schien sich auch durch die Zeit zu bewegen, und zwar so weit in die Vergangenheit, dass sich die staunende Gesandtschaft unversehens einem Fürsten gegenüber sah, der von der Gründung des stolzen Galladoorns noch nichts gehört, wohl aber schon Boten aus dem altehrwürdigen Zwingern empfangen hatte. Dank der profunden Kenntnisse des Herrn von Starken in Geschichte und der Etikette auch vergangener Zeiten gelang es der Gesandtschaft jedoch, die Situation zum Vorteil der Heimat zu nutzen. Aus der Bibliothek des Fürsten erhielt Galladoorn einige Schriftstücke, die nach Informationen des Anzeigers historische Erkenntnisse um die Bruderkriege der Königreiche Eichenhain und Zwingern im sogenannten Dunklen Zeitalter enthielten. Aufgewühlt von diesem unglaublichen Segen des Drachen machten sich die Mitglieder der Gesandtschaft an die gestellten Prüfungen, wollte doch ein jeder so schnell als möglich die frohe Kunde an das Ohr ihrer liebreizenden Majestät tragen. Geprüft wurden Tapferkeit und Heldenmut, selbstverständliche Tugenden für die galladoornische Ritterschaft, Wissen und Kombinationsgabe, die Zier der galladoornischen Magierschaft, und all die Kleinigkeiten, die edle und würdige Menschen auszeichnen. Wen soll es da wundern, dass die Gesandtschaft in jeder Prüfung herausragende Leistungen erbrachte? So erschlugen der Herr von Sternenschlucht, die Herrin von Leuenfels und der Kronvogt von Waldbrunn mit ihren Knappen ein scheußliches Ungeheuer, halb Mensch und halb Wolf, das die Umgegend verheerte, und die Gesandtschaft befreite die Tochter des Fürsten aus den Händen eines schrecklichen Nekromanten. Auch Standhaftigkeit und Gerechtigkeitssinn stellte man unter Beweis.
Der Lohn für all diese Mühen war die Möglichkeit, die Vernichtung einer bösen Gottheit, der Dunklen Sonne, herbeizuführen. Bei dieser Gottheit handelte es sich um eine der Hauptgegnerinnen des Ordens des Belar, einer Gemeinschaft von Dienern des Guten, mit denen die Gesandtschaft tiefe Hochachtung verbindet. So ergriff man sogleich die Gelegenheit, diesen Dienst an der Menschheit zu vollbringen. Und sobald die Burg wieder in der heutigen Zeit angekommen war, wurde der sofortige Aufbruch in die Heimat beschlossen. Beflügelt von der frohen Kunde erreichte man den Hof Ihrer hochverehrten Majestät. Und auch wenn die Vernichtung eines Teils der bedeutenden Schriften durch eine Gruppe von Fanatikern, die sich selbst als Kinder der Goldenen Sonne oder als Templer bezeichnen, ein Wermutstropfen in den Becher der Freude ist, so soll doch folgendes dem geneigten Leser versichert werden: Der Kampf für die Gesamtheit der geeinten Königreiche, der Kampf für unsere Heimat Galladoorn ist nicht aufgegeben, die Flamme des Mutes brennt stärker in den Herzen denn je, und mit der Hilfe des Drachen werden auch die letzten Gebiete unserer wundervollen Heimat befreit werden. [ah]

Aus den Provinzen

Zwingern: Freifrau Mina Louise von Distelfels hat ein offenbar unbekanntes Findelkind als Mündel in ihre Obhut genommen. Spekulationen über seine Herkunft gibt es reichlich – wir werden darüber berichten.
Rabenmund: Fürst Kolon von Rabenmund zeichnet Waldbrunn’schen Offizier wegen besonderer Tapferkeit während eines Einsatzes an der Grenze zu Erbnacht aus.
Leutern: Richard von Falkenstein Freiherr von Falkenstein, Stadtverweser zu Lichtenau, nimmt Leontine, Edle von Löwenstein, zur Unterstützung bei der Erziehung seiner Tochter Meinhild auf Wunsch des Fürsten Galan von Leutern in seinem Hause auf.
Tron: Die Veste Bärfels bei der Stadt Bärfelden ist wieder errichtet. Sie wird zur Sicherheit der Stadt und der gesamten nördlichen Region der Baronie beitragen. Gestattet sie doch dem Baron nun mehr Soldaten auch im Winter in einem festen Quartier unterzubringen. Im gleichen Zuge wurde die zum Wiederaufbau eingeführte Steuer wieder abgeschafft.
Waldbrunn: Musterung in Mühlenburg und Freihenfels! Der Kronvogt ruft alle Männer zwischen 16 und 22 Jahren auf, sich zur Musterung zu melden, damit die Armee die Verluste der vergangenen Feldzüge wieder ausgleichen kann. Außerdem soll die Armeestärke dadurch mehr als verdoppelt werden.
Dornengrund: Freiherr Sadric von Dornengrund, Kronvogt zu Dornengrund, wohnte dem Ritterschlag von Alanna von Leuenfels in der Kronmark bei und berichtete dort von erfolgversprechenden Gesprächen mit den Oberhäuptern der Zwerge.
Schwingenstein: Freiherr Romarik von Tauenrank kehrte von der Reise nach Gleystoke und den dortigen Ereignissen wohlbehalten zurück.
Erbnacht: Noch immer herrscht weitgehend trügerische Ruhe an den Grenzen der Provinz – doch muss der nächste Schlag der Dunklen jederzeit erwartet werden.

Hungersnot in Waldbrunn fordert zahlreiche Opfer

Die befürchtete Hungersnot in Waldbrunn hat fast 300 Opfer gefordert.
Dass es nicht mehr wurden liegt vor allem an den großzügigen Nahrungslieferungen seiner Hoheit Fürst Kolon von Rabenmund. Aus der Bevölkerung wurden Stimmen laut, den edlen Spender doch mit einer Statue zu ehren. Da dafür jedoch zur Zeit kein Geld übrig sei, so die offiziellen Stellen, benannte man das Osttor in Fürst-Kolon-Tor um. Eine Statue solle später hinzugefügt werden.
Der Baron selbst bedankte sich beim Fürst, in dem er zwei Banner nach Rabenmund an die Grenze zu Erbnacht entsendete, um die Truppen des Fürsten zu entlasten. Ihre Aufgabe soll es sein, den westlichsten Teil der gefährdeten Grenze zu sichern. [rs]

Edle Tücher aus Galladoorn
Damen von Stand schätzen die feinen und wertvollen Stoffe und Tücher aus Galladoorn – sorgfältigst gewebt und gefärbt.
So wendet Euch denn, Ihr galanten Herren, vertrauensvoll an einen versierten Händler und macht den edlen Damen eine Freude mit einem Schultertuch, Schal oder einem fein gewebten Mantel neuestem Schnitt!

Jergan Pfadwächter findet zum Glauben an den Grossen Drachen zurück

In letzter Minute erreichte uns noch folgende Nachricht:
Unbestätigten Informationen zufolge ist der Kronvogt von Waldbrunn, Jergan Pfadwächter, Freiherr von den Andenweiden, Freiherr von Bärfelden in den Schoß des Großen Drachen zurückgekehrt. Nachdem er sich vor einigen Jahren plötzlich radikal vom Glauben und dem Großen Drachen abgewendet hatte, muss es nun im Lande Gleystoke Vorkommnisse gegeben haben, die ihm den Glauben zurückgebracht haben. Es heißt, er sei wieder Oktarch der Tapferkeit, wie er es früher schon einmal war. [sim]

Königlicher Aufruf

Höret, Höret !

Dieser Aufruf ergehet an die Landsknechte aller Schulen des Reiches Galladoorn:

Bis zum Ende des fünften Monats soll sich ein jeder, ob Veteran oder nur Kadett in Königsstolz einfinden, um sich eintragen zu lassen in die neue Soldliste des Reiches!

Kommet alle, ihr Männer, das Reich braucht euch!

So verkündigt durch Hubert von Sternenschlucht Im Namen ihrer Majestaet Viviane von Eichenhain

Dies ist zu verlesen an allen Orten und Plätzen des Reiches

 

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