Von der Akademie die Rede seiend

Verfasser: Unbekannt
(zum ersten Mal im Jahre 5 vor Viviane bei Scolari der Akademie aufgetaucht)

Akkorde: |: C – G – C : | F – F – C – | : C – G – C : |

Hört von sechs Studenten und wie es sich begab,
daß man sie einsperrte und was man sich verbat.
Sie liebten all die Frauen, sie liebten auch den Wein,
doch nicht deren Verbote, da schloß man sie flugs ein.

So sollten sie lernen, was von Anstand ist
und daß ein Adeptus solches nie vergißt.
Denn der Frauen Liebreiz verwirret nur den Geist,
den doch jeder Magus als das höchste Gut wohl preist.

So harrten sie im Turme der Akademie,
mit ihnen nur die Bücher der theoretischen Magie;
doch die Schülerinnen in ihrem Kämmerlein,
schlichen sich des Nachtens in den Turm hinein.

Ach je, das bunte Treiben wurde wohl zu laut,
Gelache und Geklirre stieg zum Himmel auf;
und die Herrn Magister einer jeden Fakultät,
nahmen mit dem Rohrstock ihre Schüler ins Gebet.

Und am nächsten Abend, da hat man mit Bedacht
an des Turmes Zimmer einen Bannspruch angebracht.
Doch zum Hauptfach hatten drei der Scholarii,
die vielfachanwendbare Antimagie.

Da waren die Magister ohne rechten Rat:
welche Strafe sühnet solche dreiste Tat?
Und sie kamen endlich zu dem weisen Schluß:
der Jugend stärkster Antrieb ist der weinverklärte Kuß.

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