Sprichwörter & Redewendungen

A

  • „Alles ist gut, was gut endet.“
  • „Angst hat große Augen.“
  • „Arbeit macht das Leben süß.“ (Fjordovskaja)
  • „Auch der Adler fliegt nicht höher als die Sonne.“ (Romanjekov)
  • „Auch ich war dort, habe Honigwein und Bier getrunken, ist mir übern Bart geflossen, aber in den Mund nicht gekommen.“ (gern gebrauchte Formel für das glückliche Ende eines Märchens)
  • „Auf jeden Weisen kommt genug Einfalt.“
  • „Auf Versprochenes wartet man drei Jahre.“
  • „Aus dem Feuer in die Flamme.“

B

  • „(Wir sind) Beeren vom gleichen Feld.“
  • „Bei sieben Ammen bleibt das Kind ohne Aufsicht.“
  • „Beschuldige nicht den Spiegel, wenn dein Gesicht schief ist.“
  • „Besser eine Meise in der Hand als ein Kranich im Himmel.“
  • „Besser weniger, aber besser.“
  • „Billige Ware – billiger Preis.“ (Romanjekov)
  • „Bringe den Schlitten im Sommer in Ordnung, die Kutsche jedoch im Winter.“

C

 

D

  • „Das Leben zu meistern ist nicht, wie über ein Feld gehen.“
  • „Das Märchen ist bald erzählt, aber das Werk nicht so schnell getan.“
  • „Das Risiko ist eine edle Sache.“
  • „Das Schaffell lohnt das Gerben.“
  • „Das Schaffell lohnt das Gerben nicht.“
  • „Das sind erst die Blüten, die Beeren stehen noch aus.“
  • „Das Wort ist kein Spatz, wenn es rauskommt, wirst du es nicht fangen können.“ (Fjordovskaja)
  • „Den Ziegenbock in den Gemüsegarten hineinlassen.“
  • „Der Ellenbogen ist dem Munde nahe, dennoch kann man nicht selbst hineinbeißen.“
  • „Der erste Eierkuchen gerät zum Klumpen.“
  • „Der Fisch sucht die tiefste Stelle, der Mensch hingegen die beste.“
  • „Der Löffel ist teuer zur Mittagszeit.“ (Pjavereska)
  • „Der Morgen ist klüger als der Abend.“
  • „Der Wunsch ist stärker als der Zwang.“
  • „Die Arbeit ist kein Wolf: Sie läuft nicht in den Wald davon.“
  • „Die Eier sollten das Huhn nicht belehren wollen.“
  • „Die Katze weiß, wessen Fleisch sie (heimlich) gefressen hat.“ (Pjavereska)
  • „Die Küken zählt man im Herbst.“
  • „Die Wölfe fürchten heißt: Nicht in den Wald gehen.“
  • „Die Zunge hat keine Knochen, was sie will, bringt sie auch heraus.“
  • „Die Zunge hat keine Knochen, kann aber Knochen brechen.“ (Pjavereska)
  • „Dort ist es gut, wo wir nicht sind.“
  • „Du fährst für einen Tag weg, nimm aber Brot (mit) für eine Woche.“

E

  • „Ein alter Freund ist besser als zwei neue.“
  • „Ein dummer Kopf gibt den Beinen keine Ruhe.“
  • „Ein Fischer sieht den anderen von weitem.“
  • „Ein Löffel Teer in einem FassHonig.“
  • „Ein Pferd hat vier Beine, und es stolpert auch.“
  • „Ein vernünftiger Mensch wird einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nie nachspringen.“
  • „Ein Wort ist kein Sperling, fliegt es fort, fängst du es nicht mehr ein.“
  • „Eine Abmachung ist teurer als Gold.“
  • „Einen Buckligen macht erst das Grab gerade.“
  • „Einen Keil schlägt man mit einem Keil heraus.“
  • „Es gäbe kein Glück, hätte das Unglück nicht geholfen.“
  • „Es ist besser, einmal etwas zu sehen, als hundertmal davon zu hören.“
  • „Es leuchtet, wärmt aber nicht.“

F

  • „Fühle dich wie Zuhause, aber vergiss nicht, dass du zu Gast bist.“ (Fjordovskaja)
  • „Für Dummköpfe ist kein Gesetz geschrieben.“ (Merinka)

G

  • „Geblieben sind vom Geißlein allein Hörner und Hufe (alles übrige fraßen die Wölfe).“
  • „Gibt es keinen Fisch, dann gilt auch der Krebs als Fisch.“
  • „Gibt man, so nimm, schlägt man (dich), dann flieh.“
  • „Gnade ist die Stütze der Gerechtigkeit.“

H

  • „Höher als über Deinen Kopf (als du selber groß bist) kannst du nicht springen.“

I

  • „Im Falle von ‚wenn‘ und ‚falls‘ wüchsen im Munde Bohnen und es wäre kein Mund, sondern ein ganzer Gemüsegarten.“ (Strigow)
  • „Ist der Kopf ab, weint man nicht um die Haare.“

J

  • „Jede Schnepfe lobt ihren Sumpf.“

K

  • „Kostenlosen Käse gibt’s nur in der Mausefalle.“

L

  • „Lernen ist Licht, Nichtlernen Finsternis.“
  • „Liebe ist ein Glas das zerbricht, wenn man es zu unsicher oder zu fest anfasst.“

M

  • „Man erkennt den Falken am Flug.“
  • „Man sollte den Mund geschlossen halten, ansonsten friert einem die Zunge ab.“ (Fjordovskaja)
  • „Mit Butter verdirbt man den Brei nicht.“
  • „Mit einem dummen Kopf haben auch die Beine keine Ruhe.“
  • „Morgens getrunken – ganzen Tag frei.“
  • „Mühe und Fleiß bricht alles Eis.“ (Fjordovskaja)

N

  • „Nach der Kleidung wird man empfangen, nach dem Verstande verabschiedet.“
  • „Nach einem fremden Brotlaib sperr‘ den Mund nicht auf.“
  • „Nenn‘ einen Menschen zehn Mal Schwein, beim elften Mal wird er grunzen.“
  • „Nenn‘ mich einen Topf, aber steck mich nicht in den Ofen.“
  • „Nicht das Auge sieht, sondern der Mensch; nicht das Ohr hört, sondern die Seele.“
  • „Nicht die Stellung ziert den Menschen, sondern der Mensch die Stellung.“

O

  • „Ohne die Furt zu kennen (erfragt zu haben) sollte man nicht ins Wasser gehen.“
  • „Ohne Mühe lässt sich nicht mal ein Fisch aus dem Teich ziehen.“ (Illjanov)

P

 

Q

 

R

  • „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ (Fjordovskaja)
  • „Rede nicht darüber, was du eine Zeit lang gemacht hast, sondern rede darüber, was du zu Ende gemacht hast.“ (Fjordovskaja)
  • „Rede nicht um den heißen Brei herum, er wird kalt.“ (Fjordovskaja)

S

  • „Sage nicht ‚Hopp!‘ bevor du gesprungen bist.“
  • „Schlechte Beispiele sind ansteckend.“
  • „Solange man den Bären nicht erlegt hat, sollte man sein Fell nicht verkaufen.“

T

  • „Trage den Kopf nicht höher als den Hut.“
  • „Treue ist eine Hundetugend, und der Mensch – da kein Hund – kann nicht ewig treu sein.“
  • „Trinken ohne Trinkspruch ist Trinksucht.“

U

  • „Um einen Menschen kennenzulernen, muss man mit ihm einen Topf Salz leer essen.“

V

  • „Versuche das Gute zu erlernen, das Schlechte kommt von selbst.“
  • „Vertrau‘ auf die Götter, sei aber selbst auch nicht dumm.“
  • „Von einem räudigen Schaf wenigstens ein Büschel Wolle.“

W

  • „Was der Nüchterne im Kopf hat, trägt der Betrunkene auf der Zunge.“ (Strigow)
  • „Was mit der Federgeschrieben wurde, hackt man mit der Axt nicht ab.“
  • „Wenn du Shaid amüsieren willst, erzähle ihr von deinen Plänen.“
  • „Wenn die Frauen aus Glas wären, sie würden doch undurchsichtig sein.“
  • „Wenn du gerne rodelst, dann zieh‘ auch gerne den Schlitten.“
  • „Wenn du viel weißt, wirst du schnell alt.“
  • „Wenn ich esse, bin ich taub und stumm.“
  • „Wenn ich (vorher) gewusst hätte, wo ich hinfalle, hätte ich Stroh untergestreut.“
  • „Wer allen das Maul stopfen wollte, der müsste viel Mehl haben.“
  • „Wer liebt, der muss wissen, dass er auch leiden kann; Wer nicht liebt, der leidet bereits.“
  • „Wer nicht mit uns schießt, ist ein Gast und kein Bürger.“ (Fjordovskaja)
  • „Wer sich an (heißer) Milch verbrannt hat, bläst (auch) auf (kaltes) Wasser.“
  • „Wer Vergangenes aufrührt, dem sollte ein Auge ausgeschlagen werden.“
  • „Wer viel wissen will, der darf (nur) wenig schlafen.“
  • „Wie die Arbeit, so die Früchte.“ (Fjordovskaja)
  • „Wie ein Sattel auf der Kuh.“ (Strigow)
  • „Wie lang sich die Schnur auch windet, es kommt doch ein Ende.“
  • „Wie man den Wolf auch füttert, er wird trotzdem zum Wald hinschauen.“
  • „Wo es dünn ist, dort zerreißt es auch.“
  • „Wo Zorn und Racheheiraten, da wird die Grausamkeit geboren.“
  • „Wohin die Nadel (geht), dahin (geht) auch der Faden.“

X

 

Y

 

Z

  • „Zu Gast sein ist schön, aber zu Hause ist es schöner.“
  • „Zusammen ist es eng, getrennt aber langweilig.“
  • „Zwei Bären können nicht (zugleich) in einer Höhle wohnen.“ (Merinka)
  • „Zwei Stiefel ergeben ein Paar.“
  • „Zwei Tode gibt es nicht, aber einer ist unausweichlich.“

 

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