Grafschaft Petrovska

Wappen der Grafschaft Petrovska

folgt


Beschreibung

folgt

 

Das Volk von Petrovska

Hausgeister

Die hier lebenden Menschen sind selbst für  Kharkovianer sehr abergläubisch, hier gibt es kein Haus ohne Hausgeist, und wenn er in dem Haus fehlen sollte, wird er mittels eines Rituals durch die Familie nachträglich eingebracht. Sie werden im allgemeinen Domoviye genannt, jedoch hat jeder Hausgeist eine eigene Gestalt, Namen, Vorlieben und Abneigungen, die der dort wohnenden Familie natürlich wohlbekannt sind. Viele Familien nehmen ihren Hausgeist mit, wenn sie umziehen, dafür bieten sie ihm einen alten Schuh an als Reisegefäß. Domovoj bevorzugen in den Häusern die Küchen, weshalb die kleinen Rituale immer dort stattfinden: einmal die Woche eine Schale Flüssigkeit (meist Milch) als Opfergabe, vielleicht auch etwas Gebäck oder Brot. Wie alle Geschenke werden sie ihm laut und deutlich geschenkt, und dann verlässt man den Raum. Die Reste dürfen am nächsten Tag verzehrt werden, da die Geister nur die Energie dieser Sachen benötigen. Mancher behauptet allerdings, dass diese Sachen muffig schmecken würden.

In Häusern ohne Hausgeist oder mit erzürntem Hausgeist wird keine Familie Ruhe oder Wärme empfinden, egal wie heiß das Feuer ist. Der Hausgeist kann weiblich, männlich, jung, alt, freundlich oder mürrisch sein, und Geld, das man in der Küche aufbewahrt, kann von keinem Dieb gefunden werden, wenn es der Hausgeist nicht will. Außenstehende halten diese ganze Geschichten natürlich für Humbug, jedoch ist jegliche Gastfreundschaft verwirkt, manchmal im ganzen Ort, wenn man an den Hausgeistern Zweifel äußert. Und schon mancher Magiebegabte wurde mit Stock und Stein vertrieben, wenn er nur zu offensichtlich versuchte, diesen Aberglauben zu überprüfen.

Méredelune-Priester versuchten aktiv, diesem Treiben ein Ende zu setzen, was diesen Glauben in Petrovska innerhalb kürzester Zeit fast aller Anhänger beraubte. Danach erholte sich die Gläubigenzahl nicht mehr über mehrere Handvoll in Petrovska.

 

Banja und Banniki:

In Jedem Dorf, Gehöft, Bojarensitz oder Grafenhaus findet man sogenannte Banjas, mit 50-60 Grad betriebene Dampfsaunas. Im Eingangsbereich befindet sich üblicherweise ein Eimer mit kaltem Wasser zum Waschen, danach betritt man den beheizten Raum. Es ist nicht unüblich, das hier ein Tisch mit mehreren Stühlen zu finden ist, an dem man sitzt, spricht, Wasser, dünnes Bier, oder manchmal auch ein paar Wässerchen trinkt. Auch normal ist das Quästen, wo man sich gegenseitig mit eingeweichtem Wenik (ein Bündel Birkenzweige) schlägt, um die Haut zu beleben und Körper und Geist zu reinigen. Viele Priester der Kirche des ewigen Lichts predigen diese Rituale als shaidgefällig, und ermahnen alle Gläubigen zu regelmäßigen Besuchen.

In Petrovska gibt es außerdem die Überzeugung, das in jedem Banja ein Banniki wohnt, eine Art Feenwesen, das jedoch die Saunierenden in Ruhe lässt, wenn es regelmäßig alleine saunieren darf. Deshalb wird einmal pro Woche das Banja befeuert, ohne dass es benutzt wird. Den Banniki zu verärgern kann laut Volksmund zu Streichen des Geistes führen, angefangen damit, dass man beim Saunieren Freunde trifft, die sich seltsamerweise woanders aufgehalten haben in der Zeit, bis zu Schnittwunden von Klauen, die aus dem Nichts geschlagen werden.

Banjas werden gerne von werdenden Müttern als Geburtsort gewählt, da die Fee dem Neugeborenen Glück im Leben schenkt. Jedoch achten alle Mütter peinlich genau darauf, ihr Neugeborenes nicht aus den Augen zu lassen, da die Fee es sonst stehlen könnte.

 

Gastfreundschaft:

Es ist üblich, als Gast dem Gastgeber ein Geschenk mitzubringen:

  • das absolut Mindeste ist etwas Brot und Salz. Es zeigt zwar, dass der Gast sich nicht ausreichend informiert hat, um dem Gastgeber eine Freude zu machen, aber es ist OK.
  • Das Gastgeschenk hat Einfluss darauf, wie man empfangen wird. Ein unzureichendes Geschenk kann in einer Abwertung des Gastes beim Gastgeber enden, was sich meist durch das Anbieten eines unbequemen Stuhls oder sogar nur eines Schemels zeigt.
  • Ein wohlgefallendes Geschenk kann dazu führen, vom Hausherren auf den besten Stuhl und Platz gebeten zu werden.
  • Das Gastgeschenk auf der Schwelle zu überreichen ist eine Beleidigung des Gastgebers, üblicherweise stellt sich der Gast vor, und wird zum Hausherrn (oder der Hausdame) geführt.

 

Aberglaube (und sich selbst erfüllende Prophezeiungen):

  • Jeder in Petrovska weiß, dass eine Begrüßung auf der Hausschwelle Unglück bringt, und zu Streit führt.
  • Wer sich beim Handeln nicht hinsetzt, weil er es eilig hat, macht schlechte Geschäfte.
  • Hast du eine Münze der Währung des Landes, in dem du dich befindest bei dir, kannst du dort niemals arm werden.
  • Zigeuner verkaufen Glück in Schachteln. Wird die Schachtel geöffnet, fliegt das Glück davon und es bleibt nichts in der Schachtel zurück.
  • Verträge, die auf Wegkreuzungen oder bei Dämmerung (Stichwort Schwellen) abgeschlossen werden, gelten als brüchig und bringen keiner weltlichen Partei einen Gewinn.

 

Persönlichkeiten

folgt

 

Geschichte

0 n.G.: Der Häuptling des kharkovianischen Volkes der Bergwölfe wurde zum Grafen ernannt, und trug fortan den Namen Wilgóra.

516n.G.: Der Bau der Petrovsburg beginnt, und dauert 4 Jahrzehnte. Beim Bau werden in den Felsen unterhalb der Burg mehrere Saphire gefunden, die erste Mine wird erschlossen.

602n.G.: Die amtierende Gräfin Saphirschka Wilgóra erlässt ein Gesetz, dass der Gewinn der Minen dem Adel in Petrovska zugute kommen sollen, und senkt im Gegenzug die Abgaben des Volkes.

640n.G.: Graf Jussow Wilgóra umgeht das Saphirgesetz, indem er nur die Grafenfamilie als legitimes Ziel der Gewinne der Edelsteinminen festlegt. Es dauert nicht lange, bis die Familie Wilgóra einen Ruf der Eitelkeit im Zarentum erarbeitete, der ihnen bis heute nachgetragen wird.

776n.G.: Aktuelle Grafenfamilie sind nach wie vor die Wilgóra, Wappen ist ein schwarzes Abbild der Petrovsburg auf weißem Grund. Graf Fjedor Wilgóra sollte als verschwenderischster Graf in die Landesgeschichte eingehen. Seine prunkvollen Feiern waren des Zarenhofs würdig, und seine Gästelisten überstiegen weit die Erträge der Mine. Aus fernsten Ländern rief er nach edelsten Speisen, von den edelsten Reben die teuersten Weine, und leerte so innerhalb eines Jahrzehntes die Schatzkammern der Grafschaft. Mit der Zeit wurden viele Ausgaben gekürzt, notwendige Reparaturen an der Burg aufgeschoben, und die Abgaben der Bojaren an das Grafenhaus erhöht.

789n.G.: Das Volk in Petrovska erhebt sich gegen den Grafen, der nur den „eigenen Teller zu füllen“ weiß. Da das Militär längst eingespart ist bis auf 80 Mann, gibt es auch nichts, was den Mob aufhalten oder zerstreuen kann, und von den Bojaren gesandte Truppen kommen viel zu spät. Graf Fjedor Wilgóra wird von den höchsten Zinnen in den Tod gestoßen. Seine Frau kommt um beim Versuch, die Kinder zu schützen. Der älteste Sohn stirbt ebenfalls, als er versucht, mit der Axt die eindringenden Bauern aufzuhalten. Die Tochter Fjedors, Olesja Wilgóra, wird von den eindringenden Wassermassen (siehe Burgbeschreibung Petrovsburg) fortgerissen, man geht davon aus, dass sie in den Minen ertrunken ist. Nur der jüngere Sohn überlebt; zum Zeitpunkt des Angriffs betet er im Andachtsraum der Göttin Shaid, und niemand traut sich, dort ein Kind anzugreifen. Später wird er an die Kirche des ewigen Lichtes übergeben, wohlwissend, dass kein Priester oder Zauberer je ein weltliches Amt in Petrovska inne haben darf.

789n.G.: Der Bojar Sergej Finlow erhebt sich zum Grafen, wird von der kleinen Duma aber nur mit Hinweis auf ein altes Gesetz akzeptiert, dass es den Nachkommen des Grafensohnes erlaubt werde, in direkter Nachfolge das Geschlecht der Wilgóra fortzuführen als Grafen des Landes. Anfangs verhandelt Finlow mit der Shaid-Kirche um potentielle weibliche Nachkommen des zu diesem Zeitpunkt noch kindlichen Erbens, die er mit seinem Sohn verheiraten will, um den Adelsstand dauerhaft zu legitimieren. Jedoch lehnt der Orden derlei Geschäfte ab, und verbirgt den Nachkommen in den Priesterschaften.

790n.G.: Sergej Finlow vereinbart ein jährliches Schreiben, in dem die Shaidkirche den Beziehungsstatus und Anzahl der Nachkommen des letzten Wilgóra mitteilt.

796n.G.: Der Siegelring der Wilgóra taucht bei der Plünderung eines Hofes durch Banditen auf. Geschichten der vielleicht überlebenden Tochter Olesja Wilgóra greifen um sich.

797n.G.: Die Geschichten verselbstständigen sich, und geflüsterte Mythen von der silbernen Retterin bis zur dämonenpaktierenden Vampirkönigin machen ihre Runde. Dem amtierenden Grafen werden hinter vorgehaltener Hand Wahnvorstellungen und Verfolgunswahn nachgesagt, bis es auch der letzte Bürger leise zugeflüstert bekommt.

804n.G.: Graf Finlow setzt einen Finderlohn für das Aufspüren der Wilgóras aus. Gerüchte machen die Runde, er wolle seine Konkurrenten, wenn es sie denn noch gibt, endgültig mundtot machen.

806n.G.: Graf Sergej Finlow beugt nach erheblichen militärischen Niederlagen im nördlichen Katulov das Knie vor dem Zaren Nikoleij Gregoriy Romanjenkov. Als Gastgeschenk im Zarentum werden keine fremdländlichen Söldner oder Truppen in Petrovska stationiert, nur ein Viertel der Vorräte gepfändet und das Gesetz erlassen, dass Graf Sergej Finlow und sein Geschlecht im Jahre 819 n.G. als rechtmäßige Grafen anerkannt werden sollen, wenn bis dahin kein Erbberechtigter der Wilgórafamilie  die Graftschaft zurückgefordert hat.

808n.G.: mehrere Priester der Eglise Nuit versuchen, die Scharlatanerei mit den Hausgeistern zu beenden, die in ihren Augen an primitive Totenbeschwörung grenzt. Die Müller und das Volk setzen dieser Bewegung ein sehr schnelles Ende, die Zahlen der Gläubigen Méredelunes erholen sich davon nicht mehr.

811n.G.: Graf Finlow beginnt mit erheblichen Geldmitteln, Petrovsburg zu reparieren, die Kassen in Petrovska verebben schnell.

813n.G.: Der Graf verweigert der Gilde der Müller weitere Zuzahlungen für das Betreiben der Mühlen (siehe Magie in Petrovska), die „Beschwörer der Mühlsteine sollten ihrer Pflicht nachkommen, das Volk zu versorgen, anstatt die Grafschaft auszupressen, bis kein Teller mehr Essen fände“.

815n.G.: Die Mühlen arbeiten nur noch einen Bruchteil, mit der Angabe, die Geister lassen sich nicht einfach so zwingen, und ihre Geschenke müssten finanziert werden. Die Kornreserven verbrauchen sich bis zum Frühjahr 816n.G.

816n.G.: Die Familie Finlow wird leblos in ihren Betten gefunden, alle Gesichter verzerrt vor Schrecken. Es heißt, es wäre ein seltsamer Dolch gefunden worden, der jedoch keinerlei bekanntes Gift trug. Auch werden keine Wunden an den Grafen und seiner Familie entdeckt. Eine Babayaga behauptet, der alte Schrecken wäre zurück, beschreibt ihn aber nicht näher. Die Müller behaupten, der Zorn der Geister hätte das Unglück ausgelöst. Die Bojaren beschuldigen sich gegenseitig des Treuebruchs und Giftanschlags. Zu allem Unglück ist keiner der Bojaren familiär in der Lage, ein größeres Erbrecht als die andern aufzuweisen, so dass mehrere massiv aufrüsten, um Tatsachen zu schaffen, bevor der Zar eingreift. Das Volk glaubt an eine Rückkehr der Vampirfürstin, die der Grafenfamilie das Leben ausgesaugt hätte. Die Bauern flüstern von der Seelenmühle, die alles Leben in Petrovska beenden würde, bei den Adeligsten beginnt, und erst nach dem Niedersten endet. Die Hausdiener behaupten, sie hätten eine schattenhafte, dünne Gestalt gesehen, gebeugt über dem Bett des Grafen, und sind sicher, den Geist der ertrunkenen Olesja Wilgóra gesehen zu haben.

Geographie

folgt

 

Wichtige Städte und Orte

Petrovsburg:

Halb an den Berghängen, halb darin, nach Osten gewandt in Richtung Vallconnen, um die Sonne zu begrüßen, befindet sich die Burg. Jahrhundertelang wurde sie immer wieder erweitert, wenn eine Ära der finanziellen Problemlosigkeit herrschte. Von außen blickt man auf eine meterhohe Wand, die mehrere Teile des Berges wehrhaft verbindet. Viele hundert Meter entfernt noch sieht man einzelne Mauerstücke mit einem Tor, Zugänge zu vergangenen oder auch noch bearbeiteten Minenstollen. Das Haupttor zur Burg erreicht man nur über eine 30 Meter lange Steinbrücke.

In früheren Zeiten wurde der Eingang dieser Brücke von zwei dunklen, mannshohen Wolfsstatuen flankiert. Über der Brücke verlief ein steinernes, flaches Dach, in dem aus dem Berg plätscherndes Wasser wie in einem Bachlauf über die Brücke geführt wurde. Rechts und links ergoss sich das Wasser in Wasserspielen in die Tiefe und versickerte an der Mauer zur Burg in einem Graben.

Die inzwischen verschwundenen Tore wurden von außen beschnitzt, um wie eine Wolfspfote zu wirken, und hinter dem Tor ist ein geräumiger Platz. Wo ganz zu Anfang noch geschlagenes Gestein der Minen nach Edelsteinen durchsucht wurden, sind nun Ställe für Pferde und Vieh angelegt. Es gibt mehrere Türen, die in alte Minenschächte führen. Ein großes an den Fels gebautes Gebäude lockt den Besucher an, um in einer Empfangshalle begrüßt zu werden, die groß genug scheint, um darin Hundert oder mehr Leuten Platz zu bieten. Tatsächlich wurden hier auch viele der Feste gefeiert, und zwei abgehende Minenschächte wurden bearbeitet, um Edelleuten in mehreren nischenartigen Räumen Möglichkeiten auf private Gespräche zu geben. Hier wurde der Begriff eines Minenkindes geprägt, was den nicht anerkannten Bastard von Adligen bezeichnet. Es gibt in mehreren Ebenen weitere Räume für Küche, Bedienstete und die Grafenfamilie, jeder Raum besitzt Zugang zu Feuerstellen oder hat Anteil an einem der Kamine, teilweise teilen mehrere kleine Räume eine Feuerstelle, was etwas wie ein Speichenrad wirkt, mit der Nabe als gemeinsamer Wärmequelle. Die höchste Treppe endet an einem Balkon auf einem natürlichen Bergvorsprung, der Aussicht über Teile von Petrovska  ermöglicht, wenn es denn einmal klare Luft und gutes Wetter und gibt. Auch soll von dort das Warnfeuer der Grenzwacht erkennbar sein, welche den Übergang nach Valconnan kontrolliert.

Im Moment ist der Bachzugang an mehreren Stellen gebrochen, und große Teile der Festung sind nicht bewohnbar, weil das Wasser durch sie hindurchrauscht. Ebenfalls voller Wasser stehen die Katakomben der Wilgóra, in denen die toten Grafen ruhen. Glaubt man den wenigen überlebenden Grabschändern, die dort tauchten, sind die Toten dort erzürnt, und greifen alle Eindringlinge an. Die Statuen und Tore sind längst gestohlen, verbrannt, verrottet oder wurden anderweitig verarbeitet. Alles was mit Silber beschlagen, mit Saphiren besetzt oder sonst irgendwie wertvoll erschien, wurde von der wütenden Bauernmasse geraubt oder zerstört.

 

Wirtschaft

Edelsteine in Petrovska:

In den nördlichen Gebirgen unweit der Petrovsburg gibt es mehrere Minen, die von Soldaten des Grafen überwacht werden. Aktuell ist der Ertrag gering, zwar finden sich noch viele der begehrten Edelsteine, jedoch sind sie von Größe, Reinheit und Beschaffenheit von minderer Qualität.

 

Allgemeine Handelsgüter

  • Wodka
  • Sternsaphire
  • Matroschka-Figuren

 

Magie in Petrovska

Die Gilde der Müller:

Der Zirkel der 7 Müller: Es gibt in Petrovska eine Gemeinschaft von 7 Magiern, die den größten Zirkel in Petrovska darstellen. Laut altem Landesrecht unterstehen sie dem „Grafen von Petrovska, der in der Petrovsburg regiert“. Was bei der aktuellen Situation (Petrovsburg eine unbeziehbare Ruine) natürlich in eine schwankende Loyalität der Zirkelmitglieder resultiert. Der Auftrag, den sie auch gewissenhaft ausführen, ist das Instandhalten der Mühlen, die sich im wahrsten Sinne von Geisterhand drehen. Die Geisterbeschwörer beschwören immer wieder Geister, verhandeln mit ihnen, auf das sie die Mühlen antreiben. Es ist verpönt, die Geister zu zwingen, da Geister, wie jeder weiß, sehr rachsüchtig sind und die Mühlen mit ihren vielen artefaktartigen Strukturen sind Konstrukte der Jahrhunderte, die man nicht der Laune von wütenden Geistern aussetzen möchte. Jeder dieser Müller verwaltet eine große Zahl von Mitarbeitern, die sich um das Müllern, Warten der mechanischen Bestandteile der Mühle, sowie das leibliche Wohl von Müller und Adepten kümmern. Es heißt, mancher von Stand hätte kein so angenehmes Leben wie die 7 Müller. Der Zirkel handelt selbstständig und wird kaum behelligt, solange sie ihrer Aufgabe nachkommen: Das Volk von Petrovska darf nicht hungern. Das Land muss den Müllern helfen, die Wünsche der Geister zu erfüllen, was in finanzielle Freiräume beim Verkauf des Korns mündet. Subklauseln klären die Anzahl von Bauern und Äckern, die zu verwalten sind im Auftrag von Petrovsburg (Ein Bauer im Dienst eines Müllers muss also niemals befürchten, zum Militärdienst einbezogen zu werden), und die Müller müssen ihre magischen Kräfte ausreichend dafür einsetzen, das das Wetter oder Naturkatastrophen die Ernten nicht zu schlecht werden lassen. Die Kontrolle über „ausreichend“ unterliegt dem Zirkel, die Rechtfertigung jedoch nur dem „Grafen von Petrovska, der in der Petrovsburg regiert“. Viele Adepten und Magier des Zirkels des Müllers konzentrieren sich entsprechend auf Aspekte der Naturmagie und Geisterbeschwörungen, um die Ernten zu schützen. In der zentralsten Mühle wird auch viel Wert auf Magietheorie und Antimagie gelegt, was ihr den Beinamen „Weiße Mühle“ einbrachte. Es gibt das Gerücht über eine weitere Mühle, eine schwarze Mühle, betrieben von einem finsteren Magier, dessen Mühle mit Blut und Seelen betrieben wird, und die nichts als Knochen mahlt. Alle Versuche von Magiern oder Priestern, diese Mühle zu finden, sind bisher gescheitert, so das an der tatsächlichen Existenz dieser Mühle von vielen Seiten gezweifelt wird.

 

Aktuelle Situation

Die Familie Finlow wird im neuten Montat des Jahres 16.n.G, leblos in ihren Betten gefunden, alle Gesichter verzerrt vor Schrecken. Es heißt, es wäre ein seltsamer Dolch gefunden worden, der jedoch keinerlei bekanntes Gift trug. Auch werden keine Wunden an den Grafen und seiner Familie entdeckt. Die Bojaren beschuldigen sich gegenseitig des Treuebruchs und Giftanschlags. Zu allem Unglück ist keiner der Bojaren familiär in der Lage, ein größeres Erbrecht als die andern aufzuweisen, so dass mehrere massiv aufrüsten, um Tatsachen zu schaffen, bevor der Zar eingreift.

 

Comments are closed.